
Donnerstag, ein bipartisansches Team bestehend aus den Kongressabgeordneten Scott Fitzgerald (Republikaner aus Wisconsin), Ben Klein (Republikaner aus Virginia) und Zoe Lofgren (Demokratin aus Kalifornien) hat im Repräsentantenhaus den „Gesetzesentwurf zur Förderung der Innovation bei der Blockchain-Entwicklung“ eingebracht. Ziel ist es, den Wortlaut des Abschnitts 1960 des US-Code zu überarbeiten, um sicherzustellen, dass er nur auf Personen anwendbar ist, die tatsächlich die Kontrolle über die Gelder anderer haben, und damit die strafrechtliche Immunität für dezentrale Softwareentwickler klar zu definieren. Mit diesem Gesetzesentwurf entsteht eine komplexe legislative Interaktion mit dem derzeit stagnierenden Gesetzesentwurf zur Regulierung des Kryptowährungsmarktes. Die Branche beobachtet genau, wie sich dies auf die gesamte DeFi-Gesetzgebung auswirken wird.
Abschnitt 1960 des US-Code definiert illegale Geldtransfergeschäfte und wurde in der Vergangenheit genutzt, um Krypto-Softwareentwickler anzuklagen. Typische Fälle sind etwa: Roman Storm, Entwickler des Ethereum-Privatsphäre-Tools Tornado Cash, wurde 2025 vom Manhattan-Jury für schuldig befunden, gegen Abschnitt 1960 verstoßen zu haben, obwohl er behauptete, die Software sei dezentralisiert und er habe nie Nutzer-Gelder gehalten; ebenso wurden zwei Entwickler des Bitcoin-Privatsphäre-Tools Samourai Wallet von der Trump-Regierung und dem Justizministerium wegen Verstoßes gegen die gleiche Vorschrift zum Schuldbekenntnis gezwungen und befinden sich derzeit in Bundeshaft.
Der vorgelegte DeFi-Gesetzesentwurf zielt darauf ab, den Wortlaut von Anfang an zu ändern und klarzustellen, dass Softwareentwickler, die keine Gelder anderer halten oder kontrollieren, nicht als Beteiligte an Geldtransfers im Sinne von Abschnitt 1960 gelten sollten.
Die Branchenorganisation DeFi Education Fund unterstützt den Entwurf öffentlich und erklärt: „Dies zeigt deutlich, dass Softwareentwickler, die keine Gelder anderer kontrollieren oder besitzen, inländisch neutrale Technologien entwickeln können, ohne das Risiko strafrechtlicher Verfolgung wie bei Finanzintermediären.“
Ein mit der Gesetzgebung vertrauter Insider verrät den Medien, dass der neue DeFi-Gesetzentwurf in der Formulierung stärker ist als die derzeit im Marktstrukturgesetz diskutierten ähnlichen Formulierungen – aber das bedeutet nicht, dass die Schutzklauseln für Entwickler im Marktstrukturgesetz zu schwach sind oder dass das Gesetz insgesamt scheitern wird.
Das Marktstrukturgesetz wird voraussichtlich weiterhin Bestimmungen zu Abschnitt 1960 enthalten, allerdings in Form von Ergänzungen innerhalb des Gesetzesrahmens („Nicht-Holding-Entwickler sollten nicht als Geldtransfers tätig angesehen werden“), anstatt den ursprünglichen Text des Codes direkt zu ändern. Die wichtigsten Hindernisse für das Gesetz sind derzeit:
Streit um Erträge aus Stablecoins: Banken und Krypto-Anbieter streiten darüber, ob ungenutzte Stablecoin-Erträge an die Inhaber ausgezahlt werden sollen; die Frist für Verhandlungen im Weißen Haus ist der 1. März
Interessenkonfliktklauseln: Demokraten im Senat und das Weiße Haus sind weiterhin uneins über Formulierungen zu den Interessenkonflikten bei den zahlreichen Krypto-Investitionen von Präsident Trump
Eigentliche DeFi-Klauseln: Obwohl noch nicht endgültig fertiggestellt, deuten Quellen an, dass dieser Punkt wahrscheinlich kein entscheidender Grund für das Scheitern des Gesetzes sein wird
Gesetzgeber haben deutlich gewarnt, dass das Gesetz möglicherweise aufgeschoben wird, falls in den kommenden Wochen keine bedeutenden Fortschritte erzielt werden, da der Kongress im Frühling in eine Legislaturpause wegen der Zwischenwahlen im November tritt.
Der Entwurf zielt darauf ab, Abschnitt 1960 zu überarbeiten, um sicherzustellen, dass nur Personen oder Organisationen erfasst werden, die tatsächlich „die Kontrolle über Gelder anderer“ haben. Für Entwickler dezentraler Protokolle gilt: Wenn die von ihnen entwickelte Software auf technischer Ebene keine Gelder der Nutzer hält (z.B. reine Open-Source-Tools auf Codebasis), sollte sie nicht als illegale Geldtransfers eingestuft werden. Die genaue Abgrenzung bleibt jedoch letztlich der endgültigen Gesetzgebung vorbehalten.
Derzeit wird angenommen, dass die Schutzklauseln für DeFi-Entwickler keinen Hauptgrund für das Scheitern des Marktstrukturgesetzes darstellen. Die tatsächlichen Hindernisse sind die Differenzen bei den Erträgen aus Stablecoins und die Interessenkonflikt-Debatte um die Krypto-Investitionen von Trump. Diese Themen sind politisch deutlich sensibler als die technischen Schutzklauseln für DeFi-Entwickler.
Der Vorschlag ändert kein bereits rechtskräftiges Urteil. Nach Verabschiedung des Gesetzes gilt es für zukünftige Fälle. Das Urteil gegen Roman Storm, Entwickler von Tornado Cash, wird dadurch nicht rückwirkend geändert. Wenn das Gesetz jedoch letztlich verabschiedet wird, erhalten ähnliche Softwareentwickler künftig auf rechtlicher Ebene einen klareren strafrechtlichen Schutz.
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