Der globale Geldmarkt war in den letzten Wochen äußerst volatil. Im einen Moment fühlen sich Investoren hoffnungsvoll hinsichtlich einer Erholung. Im nächsten Moment sehen die Märkte aus, als stünden sie kurz vor einem Zusammenbruch.
Ein Beitrag eines Makroanalysten auf X deutet an, dass das Schlimmste innerhalb weniger Tage eintreten könnte. Die Behauptung klingt auf den ersten Blick extrem. Die dahinterstehenden Daten verdienen jedoch eine genauere Betrachtung.
Leshka.eth, der den Beitrag verfasst hat, argumentiert, dass sich unter stabilen Aktiencharts und resilienten Krypto-Preisen still und heimlich ein systemisches Finanzierungsproblem formiert. Seine Sorge basiert nicht nur auf Kursbewegungen. Sie konzentriert sich auf die jüngsten Veränderungen in der Bilanz der Federal Reserve und die synchronisierten Liquiditätsspritzen sowohl aus den USA als auch aus China.
Die Bilanz der Federal Reserve ist um etwa 105 Milliarden US-Dollar gewachsen. Die Standing Repo Facility hat 74,6 Milliarden US-Dollar hinzugefügt. Hypothekenbesicherte Wertpapiere stiegen um 43,1 Milliarden US-Dollar. Die Treasury-Bestände erhöhten sich um 31,5 Milliarden US-Dollar.
Leshka.eth unterscheidet zwischen Stimulus und Stressreaktion. Traditionelle quantitative Lockerung (QE) legt typischerweise den Schwerpunkt auf den Kauf von Treasury-Anleihen. Ein größerer Anstieg bei hypothekenbesicherten Wertpapieren kann auf Finanzierungsschwierigkeiten im Bankensystem hinweisen. Wenn die Qualität der Sicherheiten abnimmt, gewähren Zentralbanken oft Notfallliquidität durch Repo-Einrichtungen.
Liquiditätsspritzen können auf den ersten Blick bullish wirken. Aktienmärkte reagieren oft positiv auf eine expandierende Bilanz. Finanzierungsschwierigkeiten zeigen sich jedoch meist zuerst auf dem Anleihemarkt, bevor die Aktien vollständig reagieren.
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Die Volksbank Chinas hat in einer einzigen Woche mehr als 1,02 Billionen Yuan durch 7-tägige Reverse Repos injiziert. Dieses Ausmaß an Liquiditätsmaßnahmen, das gleichzeitig mit US-Unterstützung erfolgt, wirft breitere makroökonomische Fragen auf.
Leshka.eth weist darauf hin, dass, wenn mehrere große Volkswirtschaften gleichzeitig Liquidität zuführen, dies nicht unbedingt auf eine koordinierte Stimulusmaßnahme hindeutet. Es kann vielmehr auf Finanzierungsschwierigkeiten unter der Oberfläche hinweisen. Ähnliche Muster traten vor früheren Marktdisruptionen in den Jahren 2000, 2007 und 2019 auf.
Gold handelt auf Rekordhöhen. Silber hat ebenfalls neue Höchststände erreicht. Edelmetalle fungieren in Zeiten der Unsicherheit im Finanzierungsmarkt oft als Sicherheiten-Hedges.
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Leshka.eth argumentiert, dass diese Kombination aus steigenden Sachwerten und expansiver Zentralbankliquidität die frühen Phasen vergangener Finanzstresszyklen widerspiegelt. Anleihen bewegen sich oft zuerst. Danach verschärft sich der Finanzierungsmarkt. Aktien ignorieren frühe Warnzeichen, bis der Druck zunimmt. Historisch gesehen erleben Krypto während Liquiditätskontraktionen die heftigsten Schwankungen.
Ein Zusammenbruch in der nächsten Woche bleibt eine gewagte Behauptung. Märkte bewegen sich nicht nach Zeitplan. Liquiditätsstress kann Monate andauern, bevor risikobehaftete Vermögenswerte eine bedeutende Anpassung vornehmen.
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