Amerikanischer Moderator wird heute Opfer einer Entführung, die Kidnapper fordern 6 Millionen US-Dollar in Bitcoin. Der Fall ist ins Stocken geraten und löst in der Mainstream-Gesellschaft große Ängste vor Kryptowährungs-Kriminalität und Regulierung aus, während die politische Stimmung sich schnell aufheizt.
Der bekannte Nachrichtensprecher der amerikanischen Sendung „Today“ (Heute), Savannah Guthrie, hat kürzlich eine schwere Familienkrise erlebt. Laut Berichten wurde ihre 84-jährige Mutter Nancy Guthrie am 1. Februar 2026 in ihrem Haus in den Vororten von Tucson, Arizona, entführt.
Quelle: People Bekanntes amerikanisches Nachrichtensendungs-„Today“-Moderator Savannah Guthrie
Obwohl die Strafverfolgungsbehörden die Echtheit der Lösegeldforderung noch nicht offiziell bestätigt haben, haben mehrere Medien, darunter TMZ, CBS und TUCSON, bereits zwei Lösegeldmitteilungen erhalten. Die Medien sind derzeit allgemein der Ansicht, dass diese Forderungen äußerst glaubwürdig sind. Die Kidnapper forderten in den Schreiben Lösegeld in Höhe von 6 Millionen US-Dollar in Bitcoin ($BTC) und setzten eine konkrete Frist. Eine der Mitteilungen enthielt sogar eine Drohung mit „Folgen auf eigene Gefahr“.
Bemerkenswert ist, dass sich die genaue Menge an Bitcoin, die für das Lösegeld gefordert wird, aufgrund der Volatilität des Kryptomarktes erheblich verändert hat. Da der Bitcoin-Preis kürzlich gefallen ist, könnte der aktuelle Gesamtwert der geforderten Bitcoins die ursprünglichen 6 Millionen US-Dollar bereits übersteigen. Laut Berechnungen entspricht die Summe vom 9. Februar etwa 85 Bitcoins, während am Tag des Vorfalls, dem 1. Februar, nur etwa 75 bis 76 Bitcoins benötigt wurden.
Aufgrund dieser plötzlichen familiären Tragödie musste Savannah, die ursprünglich drei Olympische Spiele berichten sollte, ihre Teilnahme absagen. Ihre Kollegen haben ihr bei der Eröffnungsfeier öffentlich ihr Beileid und ihre Wünsche ausgesprochen. Derzeit ist unklar, ob die Kidnapper eine feste Dollar-Bitcoin-Rate fordern oder eine bestimmte Menge an Kryptowährungen.
Die Ermittlungen in diesem Fall sind von Rückschlägen und Schwierigkeiten geprägt. Zu Beginn der Ermittlungen schickte ein Mann aus Kalifornien eine gefälschte Lösegeldforderung an die Familie Guthrie, um in der Verwirrung Profit zu schlagen. Später brach der mutmaßliche echte Kidnapper mit einer ersten Erklärung, „nicht mit Medien zu kommunizieren“, und schickte ein zweites Lösegeldschreiben.
Laut einem CNN-Bericht, den ein Reporter des lokalen Senders KOLD an CNN weitergab, ist dieses Schreiben kürzer als das erste und scheint eine Art „Nachweis“ zu sein, um zu zeigen, dass Nancy noch in den Händen der Kidnapper ist. Obwohl die verwendete E-Mail-Kommunikation der Kidnapper als stark verschlüsselt und kaum nachverfolgbar gilt, besteht die Sorge, dass bislang kein „Lebenszeichen“ an die Familie übermittelt wurde, was die Lage verschärft.
Quelle: CNN, KOLD-Reporter berichtet über den Brief der Kidnapper an CNN
Die Familie Guthrie veröffentlichte anschließend ein emotionales öffentliches Video, in dem sie direkt an die Kidnapper appelliert. Sie erklären, dass sie die Informationen erhalten haben, die Forderungen verstehen, und bitten die Kidnapper, die Mutter unversehrt zurückzubringen. Sie betonen, dass sie bereit sind, den hohen Preis zu zahlen, der für die Familie äußerst kostbar ist.
Doch die Fortschritte der Polizei scheinen ins Stocken geraten zu sein. Trotz mindestens dreimaliger großflächiger Durchsuchungen in Tucson konnten keine Überwachungskameras, Fluchtfahrzeuge oder wertvolle Hinweise gefunden werden. Auch die Details zur Lösegeldübergabe sind unklar: Es ist ungewiss, ob die Kidnapper die Bitcoins an eine einzelne Wallet schicken oder auf mehrere Adressen verteilen wollen, oder ob sie die Transaktionen durch Börsen und Mixer verschleiern können.
Dieses Entführungsopfer ist nicht nur ein schwerer Schlag für die Familie Guthrie, sondern hat auch unabsichtlich dazu geführt, dass ein breites Publikum in den USA die Risiken von Kryptowährungen zunehmend ernst nimmt. Da die Sendung „Today“ täglich etwa 3 Millionen Zuschauer erreicht und die Zielgruppe älter ist, bringt diese fortlaufende Berichterstattung die dunkle Seite der Blockchain-Technologie vor die Augen einer älteren Generation, die bisher eher wenig damit vertraut war.
Die Methode, Erpressung mit Kryptowährungen durchzuführen, hat die Befürchtungen in der Öffentlichkeit erhöht, dass Kryptowährungen Kriminellen die Möglichkeit geben könnten, Verbrechen zu begehen. Dies könnte sogar zu einem politischen Thema werden. Tatsächlich haben hochrangige Führungskräfte der Kryptoindustrie aufgrund der häufigen, hochkarätigen Entführungsfälle bereits ihre privaten Sicherheitsdienste deutlich aufgestockt.
Einige Analysten vergleichen diese Art von Verbrechen mit den in Südostasien weit verbreiteten „Pig Butchering“-Betrugsmaschen. Während traditionelle „Pig Butchering“-Betrügereien hauptsächlich in kambodschanischen, laotischen oder myanmarischen Betrugszentren stattfinden, bei denen Opfer in Telekommunikationsbetrug verwickelt werden, ist eine der sekundären Einkommensquellen die Erpressung der Familien der Opfer.
Obwohl die 6-Millionen-Dollar-Lösegeldforderung im Guthrie-Fall deutlich höher ist als bei typischen „Pig Butchering“-Botschaften, basiert auch dieses Verbrechen auf der Anonymität und den grenzüberschreitenden Transaktionsmöglichkeiten von Kryptowährungen. Merkwürdigerweise haben die Kidnapper diesmal Bitcoin anstelle von Monero ($XMR) oder Zcash gewählt, was auf Überlegungen zur Liquidität von Bitcoin oder andere Beweggründe hindeuten könnte. Die Ermittler sind noch unschlüssig, ob dies eine bewusste Entscheidung ist. Dieser Fall ist zweifellos eine Warnung: Kryptowährungs-Kriminalität überschreitet Grenzen und wird zu einem gesellschaftlichen Problem, das alle gemeinsam bewältigen müssen.
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