Am 18. Juni wird Federal-Reserve-Vorsitzender Kevin Warsh seine erste geldpolitische Entscheidung vorlegen, wobei die Märkte für eine Zinspause vollständig eingepreist sind. Experten gegenüber Kitco News sagten, sie werden Warshs Einordnung der US-Wirtschaft, Inflationsdruck sowie alle Hinweise auf die politische Unabhängigkeit der Fed genau beobachten.
Während einige Analysten, darunter Kevin Grady von Phoenix Futures, erwarten, dass die Fed unter Warshs Führung datenabhängig bleibt, äußerten andere Bedenken. Darin Newsom von Barchart.com argumentierte, die Fed habe an Glaubwürdigkeit verloren und erklärte, die politischen Entscheidungen würden letztlich im Weißen Haus getroffen werden – statt unabhängig von der Zentralbank. John Murillo von B2BROKER sagte, der Fokus werde auf der Kommunikation der Fed liegen und auf der „dot plot“-Orientierung zu den künftigen Zinsentwicklungen bis 2027.