Laut dem US-Justizministerium wurden in den vergangenen fünf Monaten acht Personen verurteilt, weil sie als Stellvertreter für nordkoreanische IT-Mitarbeiter gehandelt haben. Allein im Mai erhielten Matthew Issac Knoot (Tennessee) und Erick Ntekereze Prince (New York) jeweils Haftstrafen von 18 Monaten; zusammen erwirtschafteten sie 1,2 Millionen US-Dollar Umsatz für Nordkorea und betrafen nahezu 70 US-Unternehmen.
Die Betreiber der „Laptop-Farm“ erhielten Computer, die von US-Unternehmen zugeschickt wurden, installierten Remote-Desktop-Software und ermöglichten nordkoreanischen IT-Fachkräften, sich als amerikanische Angestellte auszugeben. Im April erhielten Kejia Wang und Zhenxing Wang (New Jersey) jeweils 9 und 7,8-jährige Haftstrafen, weil sie eine größere Operation betrieben, die mehr als 5 Millionen US-Dollar für Nordkorea einbrachte. Das Ministerium berichtete über einen Anstieg von 220% bei Unternehmen, die im vergangenen Jahr nordkoreanische Arbeitskräfte beschäftigten, wobei über 320 Unternehmen kompromittiert wurden.