Upbit bringt eine Ethereum-Layer-2-Chain mit Optimism-Unterstützung auf den Markt

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Der größte Krypto-Austausch Südkoreas Upbit hat sich laut einer Ankündigung vom Montag mit Optimism zusammengeschlossen, um eine neue Ethereum-Layer-2-Blockchain mithilfe des OP-Tech-Stacks zu bauen. Die Chain namens GIWA Chain wird als erste auf der Self-Managed-Stufe von OP Enterprise starten. Das bedeutet, dass Upbit die Chain selbst betreibt, während die Optimism Foundation technischen Support liefert.

Partnerschaft und strategische Positionierung

Optimism ist zu einer bevorzugten Lösung für Institutionen geworden, die eigene, dedizierte Blockchains starten möchten. Die Plattform hat zuvor unter anderem zentrale und dezentrale Börsen unterstützt, darunter Coinbase, Kraken und Uniswap, sowie Krypto-Projekte wie World und Zora und den multinationalen Konzern Sony.

Upbit, das mehr als 13 Millionen registrierte Nutzer betreut und laut CoinGecko in Bezug auf kumuliertes Spot-Trading-Volumen weltweit bis auf Platz 2 gekommen ist, benötigte operative Unabhängigkeit für seine Blockchain-Infrastruktur. „Was wir von den größten Börsen und institutionellen Betreibern immer wieder hören, ist, dass sie die Chain besitzen wollen, auf der ihre Nutzer handeln, und nicht dafür zahlen wollen, sie zu mieten“, sagte Jing Wang, Direktorin der Optimism Foundation, in der Veröffentlichung.

Self-Managed-Stufe und operatives Steuerungskonzept

Die Self-Managed-Stufe steht für ein neues Betriebsmodell für OP Enterprise. Zuvor betrieben die meisten Chains, die mit dem OP Stack gestartet wurden, als „vollständig gemanagte“ Infrastruktur: Die Optimism Foundation führte den primären Sequencer der Chain aus, steuerte die Konfiguration der Chain und hielt die operative Autorität.

Ein Sequencer ist eine zentrale Komponente eines Rollups, die bestimmt, wie Transaktionen in einen Block aufgenommen werden. Zusätzlich zur Reihenfolge der Aufnahme von Transaktionen oder zu ihrer Ablehnung – was aus Compliance-Gründen relevant sein kann – fungiert der Sequencer auch als Umsatzgenerator, indem er die Gebühren abgreift, die die Nutzer erzeugen.

„Self-Managed ist für Betreiber gebaut, die keine operative Kontrolle abgeben können. Für eine regulierte Börse, die Nutzer aus Korea und globalen Institutionen bedient, war es nie eine Option, die Sequencer-Kontrolle über die Chain von Upbit abzugeben“, schrieb Optimism in einem Blogbeitrag. Die Organisation stellte fest, dass es sich in der Größenordnung von Upbit „mathematisch nicht mehr rechnet, wenn man die Infrastruktur von jemand anderem mietet“.

Support und Sicherheitsnetz-Vorkehrungen

Upbit und Optimism haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, bei dem Optimism für Upbit ein „Sicherheitsnetz“ bereitstellt. Dieses wird als Backup auf institutionellem Niveau beschrieben und umfasst unter anderem Monitoring, einen Failover-Sequencer, priorisierte Patches und eine Anleitung. „Allein die volle Last der Resilienz einer Chain zu tragen, die einzelne Instanz der Sequencer-Infrastruktur zu betreiben, von der Millionen Nutzer abhängen, ist eine Bürde, die nur wenige einzelne Betreiber-Chains glaubwürdig aufrechterhalten können“, heißt es in der Ankündigung.

GIWA Chain ist derzeit live auf dem Testnet.

Kontext: Andere OP-Stack-Chains

Obwohl die Self-Managed-Stufe neu erscheint, lohnt sich ein Blick darauf, dass viele Chains, die mit dem OP Stack gestartet wurden – darunter Base, Ink und Unichain – schon immer Sequencer genutzt haben, die vom Betreiber der jeweiligen Chain kontrolliert werden, statt von Optimism. Viele dieser OP-Stack-Chains gehören zu dem sogenannten Superchain-Ökosystem, in dem unabhängige Netzwerke Interoperabilität, Infrastruktur- und Governance-Funktionen teilen und einen kleinen Prozentsatz ihrer Sequencer-Einnahmen an die Optimism Collective abführen, während sie operativ dennoch getrennt bleiben.

Anfang dieses Jahres hatte Base, die Blockchain, die zunächst von Coinbase mit dem OP Stack gebaut wurde, angekündigt, dass sie auf ihren eigenen einheitlichen Inhouse-Stack migrieren wird.

FAQ

Was ist die Self-Managed-Stufe von OP Enterprise?
Die Self-Managed-Stufe ist ein neues Betriebsmodell, das es Institutionen wie Upbit ermöglicht, die eigene Blockchain-Infrastruktur zu betreiben, während sie technischen Support von der Optimism Foundation erhalten. Im Gegensatz zu vollständig gemanagten Chains, bei denen Optimism den Sequencer und die Konfiguration kontrolliert, geben Self-Managed-Chains den Betreibern die volle Kontrolle über den Sequencer und die operativen Entscheidungen der eigenen Chain.

Was ist ein Sequencer und warum ist er wichtig?
Ein Sequencer ist eine zentrale Komponente einer Rollup-Blockchain, die bestimmt, wie Transaktionen in Blöcke aufgenommen werden. Er hat zwei zentrale Aufgaben: Er entscheidet, welche Transaktionen aufgenommen oder abgelehnt werden (wichtig für Compliance), und er generiert Einnahmen, indem er Transaktionsgebühren von den Nutzern vereinnahmt. Für regulierte Börsen wie Upbit ist die Kontrolle über den Sequencer entscheidend aus Gründen der Betriebsführung und Compliance.

Welchen Support leistet Optimism im Rahmen der Sicherheitsnetz-Vereinbarung?
Laut Memorandum of Understanding bietet Optimism institutionellen Support als Backup, einschließlich Monitoring der Chain, eines Failover-Sequencers, priorisierter Patches und technischer Anleitung. Diese Konstellation ermöglicht es Upbit, die operative Kontrolle aufrechtzuerhalten, während es auf das Know-how und das Infrastruktur-Backup von Optimism zugreifen kann.

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