
Laut einer Bekanntmachung der thailändischen Wertpapier- und Börsenaufsicht (SEC) vom 23. April hat die Behörde formell eine Änderung der Regeln für die Geschäftslizenzierung digitaler Vermögenswerte und Derivate eingereicht. Damit soll es Betreibern, die bereits eine Lizenz für den Handel mit digitalen Vermögenswerten besitzen, ermöglicht werden, ohne die Einrichtung einer eigenen Rechtseinheit direkt eine Lizenz für das Derivategeschäft zu beantragen. Der Vorschlag führt außerdem zeitgleich Anforderungen zum Umgang mit Interessenkonflikten für Unternehmen ein, die sowohl digitale Vermögenswerte als auch Derivategeschäfte betreiben, und verlangt, dass Finanzstandards für Derivatebörsen und Clearingstellen internationale Standards erfüllen.
Laut der Bekanntmachung der thailändischen SEC vom 23. April umfasst die vorliegende Änderung drei zentrale Weichenstellungen:
Befreiung von der Anforderung, eine neue Rechtseinheit zu gründen: Die geltenden Bestimmungen verlangen, dass Unternehmen eine eigenständige Rechtseinheit einrichten, um eine Derivate- Marke zu beantragen. Nach der vorgeschlagenen Änderung können lizenzierte Anbieter digitaler Vermögenswerte innerhalb der bestehenden Unternehmensstruktur direkt einen Antrag einreichen.
Neues Mechanismus zur Verwaltung von Interessenkonflikten: Der Vorschlag verlangt, dass Unternehmen, die gleichzeitig Geschäfte mit digitalen Vermögenswerten und Derivaten betreiben, Mechanismen zur Vermeidung von Interessenkonflikten einrichten. Dazu gehören interne Kontrollanforderungen, wenn ein Unternehmen beim Antrag auf eine Derivate- Marke für einen Handelsplatz für digitale Vermögenswerte solche Geschäfte beantragt.
Finanzstandards und Angleichung an internationale Benchmarks: Der Vorschlag verlangt, dass Finanzstandards für Derivatebörsen und Clearingstellen internationalen Standards entsprechen.
Die Bekanntmachung der thailändischen SEC erklärt, dass die vorliegende Änderung auf den zuvor vorgenommenen Regeländerungen basiert, mit denen digitale Vermögenswerte als geeignete zugrunde liegende Vermögenswerte für Terminkontrakte anerkannt wurden. Ziel ist es, den Zugang von Anlegern zu Hedging-Instrumenten und Werkzeugen zur Verwaltung von Anlageportfolios zu erweitern.
Laut einschlägigen Berichten hat Blockchain.com am 21. April (Dienstag) in seinem Non-Custodial-Wallet eine Funktion für nachhaltigen (perpetual) Terminhandel eingeführt. Die technische Unterstützung kommt von Hyperliquid. Damit können Nutzer mit Bitcoin als Sicherheiten für mehr als 190 Märkte gehebelten Handel betreiben.
Anfang 2026 haben sowohl Kraken als auch Coinbase bereits Produkte für nachhaltigen (perpetual) Terminhandel eingeführt, die an Aktien gekoppelt sind, jeweils für Nutzer außerhalb der USA.
Ein Beamter der US Commodity Futures Trading Commission (CFTC), Michael Selig, sagte im März 2026, dass die CFTC aktiv dabei ist, einen aufsichtsrechtlichen Rahmen für kryptobezogene nachhaltige (perpetual) Terminkontrakte zu erarbeiten.
Die Muttergesellschaft von Kraken, Payward, hat letzte Woche bekanntgegeben, dass eine Vereinbarung erzielt wurde, um die in den USA regulierte Derivate-Handelsplattform Bitnomial zu übernehmen.
Laut der Bekanntmachung der thailändischen SEC vom 23. April umfasst die Änderung im Wesentlichen: die Möglichkeit, dass lizenzierte Anbieter digitaler Vermögenswerte innerhalb der bestehenden Struktur direkt eine Derivate- Marke beantragen können (Befreiung von der Anforderung, eine neue Rechtseinheit einzurichten), das Hinzufügen von Anforderungen zur Verwaltung von Interessenkonflikten sowie dass Finanzstandards für Derivatebörsen und Clearingstellen internationalen Benchmarks entsprechen.
Laut der Bekanntmachung der thailändischen SEC vom 23. April können die Branche und die Öffentlichkeit ihre Stellungnahmen zu diesem Vorschlag einreichen; die Frist endet am 20. Mai 2026.
Laut einschlägigen Berichten hat die Muttergesellschaft von Kraken, Payward, letzte Woche die Übernahme der in den USA regulierten Derivate-Handelsplattform Bitnomial angekündigt. Dies soll Kraken darauf vorbereiten, in den US-Derivatemarkt einzutreten.
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