TD Cowen zieht eine schärfere Linie zwischen zwei Krypto-Treasury-Modellen und bleibt für den Bitcoin-Schwergewicht Strategy konstruktiv, während es argumentiert, dass Sharplink mit Fokus auf Ethereum von hier aus möglicherweise ein flexibleres Setup bieten könnte. Die Investmentbank hat ihr Kursziel für Strategy gesenkt, den $55 -Milliarden-Bitcoin-Treasury-Pionier, der früher als MicroStrategy bekannt war, obwohl sie weiterhin eine insgesamt positive Sicht auf das Unternehmen beibehielt. Gleichzeitig haben die TD-Cowen-Analysten unter der Leitung von Lance Vitanza die Berichterstattung zu Sharplink mit einer Kaufempfehlung und einem $16 -Kursziel aufgenommen. Strategy bleibt im Mittelpunkt, aber die Bewertungsdebatte zieht sich enger zusammen Die Kürzung des Kursziels für Strategy ist kein Aufruf gegen die Aktie. Es wirkt eher wie die Anerkennung, dass sogar Namen mit starker Überzeugung neu bewertet werden müssen, wenn sich die Stimmung, die Finanzierungsbedingungen oder die Erwartungen an die Bilanzentwicklung ändern. Strategy bleibt das prägende unternehmerische Vehikel für Corporate Bitcoin, und das ist nach wie vor wichtig. Seine Identität hängt eng mit der einfachen Idee zusammen, dass das Sammeln von Bitcoin in großem Maßstab einen Kurs-/Bilanzwertanstieg für Aktionäre schaffen kann, die über öffentliche Märkte eine stärker gehebelt exponierte Beteiligung suchen. Aber dieses Modell ist auch ziemlich einzigartig. Es hängt stark von der Richtung des Bitcoins selbst ab und davon, wie viel Premium-Investoren bereit sind, einem gelisteten Proxy beizumessen. Der Schritt von TD Cowen deutet darauf hin, dass die Bank dort weiterhin einen Wert sieht, nur eben nicht ganz so viel wie zuvor. Sharplink bekommt den Zuschlag für eine andere Treasury-Strategie Sharplink wird hingegen als etwas stärker operatives gerahmt. Das Unternehmen, dessen Aktien nachbörslich bei rund $6.42 gehandelt wurden, ist in den vergangenen sechs Monaten um 62% gefallen, was der neuen Kaufempfehlung einen recht konträren Charakter verleiht. Der Fall von TD Cowen scheint sich ebenso auf die Struktur zu stützen wie auf den Preis. Anders als Unternehmen, die Krypto lediglich in der Bilanz halten, ist Sharplink so aufgestellt, dass es seine digitale Vermögensbasis durch Staking ausbauen kann. Im Ethereum-Kontext heißt das: an der Netzwerkwalidierung teilnehmen und Rewards verdienen, statt sich nur auf Kurssteigerungen zu verlassen. Diese Unterscheidung ist wichtig. Eine Bitcoin-Treasury ist größtenteils passiv – im Grunde so angelegt. Eine Ethereum-Treasury kann sich zumindest theoretisch vervielfachen (compoundieren). Für Investoren, die zwischen den beiden entscheiden, geht es nicht mehr nur darum, welches Token sie bevorzugen. Es geht darum, welches Treasury-Modell ihnen mehr bietet als nur Exposition.
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