Eine globale Umfrage von Coinbase und Glassnode hat ergeben, dass laut den Umfragedaten über 70% der Anleger glauben, dass Bitcoin derzeit zu unterbewerteten Kursen gehandelt wird. An der Umfrage nahmen 91 Personen teil, darunter 29 institutionelle Anleger und 62 Privatanleger. Institutionelle Anleger zeigten deutlich höhere Überzeugung in Bezug auf die Bewertung: Rund 75% gaben an, Bitcoin sei unterbewertet, verglichen mit 61% bei Privatanlegern.
Anlegersentiment zu den Marktbedingungen
Neben den Einschätzungen zur Bewertung zeigte die Umfrage auch ein breiteres Marktsentiment. Dem Datensatz zufolge sind 82% der institutionellen Anleger und 70% der Privatanleger der Ansicht, der Kryptomarkt befinde sich entweder „in den finalen Phasen eines Bärenmarkts“ oder erlebe einen „wertgetriebenen Rücksetzer“. Nur ein kleiner Prozentsatz der Befragten vertrat die These, dass Bitcoin überbewertet sei.
On-Chain-Indikatoren zur Bewertung
On-Chain-Daten stützen die Ergebnisse der Umfrage. Der Bitcoin Combined Market Index (BCMI), der vom CryptoQuant-Analysten Woominkyu entwickelt wurde, stieg kürzlich von 0,26 auf 0,37. Dieser Index kombiniert Kennzahlen wie MVRV, NUPL, SOPR und Marktsentiment. Historisch deckt sich der Index mit Phasen, in denen Bitcoin in tiefen Bewertungszonen gehandelt wurde.
Verhalten kurzfristiger Inhaber
Eine auffällige Veränderung zeigt sich bei der Aktivität kurzfristiger Anleger. Der Anteil der Anleger, die BTC für 1 Woche bis 1 Monat im realisierten Marktwert halten, ist auf 3,91% gefallen und nähert sich damit Niveaus, die im Oktober 2023 zu beobachten waren, als Bitcoin bei rund $27.000 gehandelt wurde. Laut Analysten deutet dieser Rückgang auf eine geringere spekulative Aktivität im Markt hin und lässt darauf schließen, dass Bitcoin in eine Phase stärkerer langfristiger Wertakkumulation übergehen könnte.