Justin Sun: WLFI versteckt eine Blacklist- und Sperrfunktion und betrachtet die Community als einen Geldautomaten.

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WLFI黑名單凍結功能

Der Tron-Gründer Sun Yuchen veröffentlichte am 12. April auf der X-Plattform scharfe Kritik an World Liberty Financial (WLFI). Er behauptete, das krypto-finanzielle Projekt, das mit Trump in Verbindung stehe, habe in Smart Contracts eine „Blacklist“-Funktion versteckt, mit der es die Token-Bestände von Investoren ohne vorherige Ankündigung oder das Bereitstellen irgendeiner Abhilfemaßnahme einfrieren könne. Zudem kritisierte er das Team dafür, „die Krypto-Community als persönlichen Geldautomaten“ zu behandeln.

Sun Yuchens Vorwürfe: Versteckte Hintertür in den WLFI-Smart-Contracts

Sun Yuchen erklärte in seinem Beitrag, dass er zunächst in WLFI investiert habe, weil er glaubte, was dort über DeFi (dezentrale Finanzwirtschaft) und ein breiteres Retail-Publikum öffentlich beworben werde. Anschließend habe er jedoch festgestellt, dass im Vertrag eine Einfrieren-Funktion vorhanden sei, die Investoren nie offengelegt worden sei. Sein persönliches Wallet sei bereits im Jahr 2025, als das Projekt startete, auf die Blacklist gesetzt worden; laut der Analyse des On-Chain-Datenunternehmens Bubblemaps habe dies zu einem Verlust von über 80 Millionen US-Dollar geführt.

Sun Yuchen führte auf der X-Plattform vier Hauptvorwürfe an:

Versteckte Hintertür-Kontrolle: Fähigkeit zur geheimen Implantierung einer Hintertür-Kontrolle über die Vermögenswerte der Nutzer, ohne die Investoren zu informieren

Einfrieren von Geldern ohne ordnungsgemäßes Verfahren: Einfrieren der Token-Bestände von Investoren ohne vorherige öffentliche Offenlegung oder unter irgendeinem Vorbehalt eines ordnungsgemäßen Governance-Prozesses

Unautorisierte Gebühren: Erheben von Gebühren von Nutzern, ohne eine Autorisierung durch die Community

Illegale Nutzung von Community-Mitteln: Kritik an allen Handlungen, die WLFI durchführe, „ohne jemals eine Genehmigung zu erhalten, die von einem fairen, transparenten oder wohlmeinenden Governance-Prozess der Community“ erteilt worden sei

Vom größten Unterstützer zum stärksten Kritiker

Sun Yuchen ist kein Nebeninhaber von WLFI — er habe mindestens 75 Millionen US-Dollar in die WLFI-Token investiert und sei damit einer der größten bekannten Unterstützer des Projekts. Gerade deshalb ist die Wirkung seiner öffentlichen Vorwürfe gegen das Projekt deutlich größer als die Kritik gewöhnlicher Investoren.

Seitens WLFI wurde erklärt, dass man Sun Yuchens Wallet markiert habe, weil man den Verdacht habe, dass die Adresse die Gelder anderer Halter umgeleitet habe. Sun Yuchen dementierte diese Darstellung und stellte die Angelegenheit neu als konkrete Belege dafür dar, dass WLFI trotz „DeFi“-Markenverpackung die Fähigkeit zur zentralisierten Kontrolle beibehalte. Seiner Ansicht nach verrät dieses Vorgehen direkt die Kernprinzipien der dezentralen Finanzwirtschaft.

WLFI steht unter mehrfachem Druck

Sun Yuchens öffentlicher Rundumschlag fiel in eine Phase, in der WLFI bereits unter mehreren Belastungen stand. On-Chain-Daten zeigen, dass das WLFI-Team etwa 400 Millionen US-Dollar WLFI-Token als Sicherheiten hinterlegte und bei dem dezentralen Kreditprotokoll Dolomite, das mit WLFI-Beratern in Verbindung stehen soll, 150 Millionen US-Dollar in Stablecoins lieh. Dies führte zu weitreichenden Zweifeln von außen bezüglich des Liquiditätsrisikos, möglicher Interessenkonflikte mit verbundenen Parteien sowie dem Liquidationsdruck, der entstünde, falls der Token-Preis weiter fällt.

Nachdem Investoren den Bericht über das Dolomite-Darlehen verarbeitet hatten, fiel der Preis der WLFI-Token auf nahe dem historischen Tief von 0,08 US-Dollar. Anschließend versuchte WLFI, den Markt zu stabilisieren: Am 11. April wurde angekündigt, dass 25 Millionen US-Dollar Darlehen zurückgezahlt worden seien. Es wurde damit begründet, dass die Darlehensposition „noch weit von einem Liquidationsniveau entfernt“ sei, und zudem zugesagt, einen stufenweisen Entsperrungsplan für Governance zu veröffentlichen, der sich an frühe Retail-Käufer richte.

Häufige Fragen

Was sind Sun Yuchens Kernvorwürfe gegen WLFI?

Sun Yuchen wirft WLFI vor, im Smart Contract eine Blacklist-Funktion versteckt zu haben, mit der Investoren-Token eingefroren werden können, und dass diese Funktion Investoren nie offengelegt worden sei. Sein persönliches Wallet sei bereits bei Projektstart im Jahr 2025 auf die Blacklist gesetzt worden, was zu einem Verlust von über 80 Millionen US-Dollar geführt habe. Zudem kritisierte er, dass WLFI die DeFi-Marke mit intransparent verpackter zentralisierter Kontrolle verwende.

Warum hat WLFI das Wallet von Sun Yuchen auf die Blacklist gesetzt?

WLFI erklärte, dies sei wegen des Verdachts erfolgt, dass Sun Yuchens Wallet die Gelder anderer Halter umgeleitet habe. Sun Yuchen bestreitet diese Darstellung und ordnet sie als konkreten Beleg dafür ein, dass das Projekt die Fähigkeit zur zentralisierten Kontrolle behält — nicht als rechtmäßige Sicherheitsmaßnahme.

Welche wichtigsten Risiken bestehen derzeit für WLFI?

Neben Sun Yuchens öffentlicher Anschuldigung steht WLFI auch vor: dass der Token-Preis auf das historische Tief von 0,08 US-Dollar gefallen ist; das Liquiditätsrisiko, dass rund 400 Millionen US-Dollar WLFI als Sicherheiten bei Dolomite hinterlegt wurden, um 150 Millionen US-Dollar Stablecoins zu leihen; sowie mögliche Probleme mit Interessenkonflikten mit verbundenen Parteien. WLFI hat begonnen, einen Teil der Darlehen zurückzuzahlen, und zugesagt, einen Entsperrungsplan für Governance zu veröffentlichen.

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