Gate News-Mitteilung, 23. April — Die Verbraucherpreisinflation in Singapur ist im März auf 1,8% im Jahresvergleich gestiegen, nach 1,2% im Februar. Ausschlaggebend waren höhere Treibstoffpreise, Kosten für Einzelhandelswaren sowie Dienstleistungen, wie aus offiziellen Daten hervorgeht, die von der Monetary Authority of Singapore (MAS) und dem Ministry of Trade and Industry (MTI) veröffentlicht wurden.
Die Kerninflation, die private Beförderung und Unterkunft ausklammert, stieg auf 1,7% von 1,4%. Die Inflation bei der privaten Beförderung schoss im März auf 6,6% von 2,4% im Februar, bedingt durch gestiegene Treibstoffpreise. Die Inflation bei Einzelhandels- und anderen Gütern sprang auf 1,8% von 0,6%, vor allem aufgrund höherer Preise für Alkohol, Tabak, Kleidung und Schuhe. Die Inflationsrate im Dienstleistungsbereich zog leicht auf 2,1% von 2,0% an, angetrieben durch höhere Kosten für Point-to-Point-Transport und Telekommunikation. Die Lebensmittelinflation blieb unverändert bei 0,6%, während Strom- und Gaspreise weiterhin um 4,3% sanken und die Unterkunftskosten bei 0,3% stabil blieben.
Am 14. April erhöhte die MAS die Inflationsprognosen für Singapur für 2026 auf einen Durchschnitt von 1,5% bis 2,5%, nach zuvor 1% bis 2%. Als Begründung nannte sie die stark gestiegenen Öl- und Erdgaspreise infolge des Iran-Kriegs. Die Zentralbank verschärfte ihre geldpolitische Haltung und ließ den Singapur-Dollar stärker werden, um die Importkosten zu dämpfen. Die MAS stellte fest, dass die jüngsten weltweiten Anstiege der Energiepreise in dem regulierten Stromtarif ab dem zweiten Quartal 2026 widergespiegelt werden.