Dr. Chua Han Boon Kenneth, ein in Singapur ansässiger Arzt, wurde von der Monetary Authority of Singapore und dem Commercial Affairs Department mit einer Geldstrafe von S$120.000 belegt, nachdem er Insiderhandel zugegeben hatte. Dr. Chua kaufte am 6. und 7. September 2022 210.000 Aktien der Singapore Medical Group Limited, nachdem er vertrauliche Informationen über eine geplante Privatisierung des Gesundheitsunternehmens erhalten hatte. Die Informationen waren zum Zeitpunkt der Käufe noch nicht öffentlich bekannt gegeben worden. Der Fall wurde über das zivilrechtliche Sanktionssystem Singapurs und nicht über eine strafrechtliche Verfolgung gelöst, wobei Dr. Chua freiwillig einem zweijährigen Verbot zustimmte, als Unternehmensdirektor zu fungieren oder an der Unternehmensführung teilzunehmen.
Die geplante Privatisierung der Singapore Medical Group Limited wurde am 13. September 2022 öffentlich angekündigt. Laut MAS beabsichtigte die TLW Success Pte Ltd, das Unternehmen durch ein freiwilliges bedingtes Übernahmeangebot zu erwerben. Vor dieser Ankündigung gehörte Dr. Chua zu einer kleinen Gruppe von Aktionären, die direkt vom Anbieter kontaktiert wurden. MAS erklärte, er sei über die geplante Übernahme und die Absicht des Käufers, den Betrieb von SMGL nach der Akquisition auszubauen, informiert worden. Im Rahmen der Transaktion wurde Dr. Chua gebeten, eine unwiderrufliche Verpflichtungserklärung zur Unterstützung des Angebots zu unterzeichnen. Dr. Chua kaufte die 210.000 Aktien am 6. und 7. September 2022 zu Gesamtkosten von S$67.200, während er im Besitz der vertraulichen Informationen war.
Laut MAS besaß Dr. Chua wesentliche nicht öffentliche Informationen, da er vor dem Rest des Marktes über die geplante Übernahme informiert worden war. Solche Informationen gelten als preissensitiv, da Anleger vernünftigerweise erwarten würden, dass Nachrichten über eine Übernahme den Aktienkurs eines Unternehmens beeinflussen. MAS erklärte, Dr. Chua habe Aktien gekauft, bevor diese Informationen allgemein verfügbar wurden, was ihm einen unfairen Vorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern verschaffte. Die Aufsichtsbehörde kam zu dem Schluss, dass sein Verhalten gegen Abschnitt 218(2)(a) des Securities and Futures Act von Singapur verstieß.
Anstatt ein Strafverfahren einzuleiten, löste MAS die Angelegenheit über das zivilrechtliche Sanktionssystem Singapurs. Eine zivilrechtliche Sanktionsmaßnahme führt nicht zu einer Freiheitsstrafe oder einer strafrechtlichen Verurteilung. Singapur führte sein zivilrechtliches Sanktionssystem im Jahr 2004 ein, um den Regulierungsbehörden mehr Flexibilität bei der Bekämpfung von Marktmissbrauch zu geben. Gemäß dem Securities and Futures Act kann MAS Vergleiche aushandeln, die die Zahlung einer Geldstrafe erfordern, während langwierige Gerichtsverfahren vermieden werden. Für Einzelpersonen erlaubt die Gesetzgebung MAS, zivilrechtliche Strafen von bis zum Dreifachen des erzielten Gewinns oder des vermiedenen Verlusts zu fordern, vorbehaltlich eines gesetzlichen Mindestbetrags von S$50.000. Dr. Chua gab den Verstoß zu, zahlte die Strafe von S$120.000 und akzeptierte eine freiwillige Verpflichtung, die ihn zwei Jahre lang daran hindert, als Unternehmensdirektor zu fungieren oder an der Unternehmensführung teilzunehmen.
Die Durchsetzungsmaßnahme resultierte aus einer gemeinsamen Untersuchung von MAS und dem Commercial Affairs Department der Singapore Police Force. Laut den Regulierungsbehörden begann die Untersuchung nach einer Überweisung von der Singapore Exchange Regulation. Moderne Marktüberwachungssysteme analysieren routinemäßig Handelsmuster im Umfeld großer Unternehmensankündigungen. Erhebliche Käufe kurz vor Übernahmeankündigungen lösen häufig eine regulatorische Überprüfung aus, um festzustellen, ob der Handel auf vertraulichen Informationen beruhte.
Was hat Dr. Chua Han Boon Kenneth getan, das zu der Geldstrafe von S$120.000 führte?
Dr. Chua kaufte am 6. und 7. September 2022 210.000 Aktien der Singapore Medical Group Limited, nachdem er vertrauliche Informationen über eine geplante Privatisierung des Unternehmens erhalten hatte. Die Informationen waren zum Zeitpunkt der Käufe noch nicht öffentlich bekannt gegeben worden. MAS und das Commercial Affairs Department stellten fest, dass sein Verhalten gegen Abschnitt 218(2)(a) des Securities and Futures Act von Singapur verstieß.
Warum wurden Dr. Chuas Geschäfte als illegaler Insiderhandel angesehen?
MAS erklärte, Dr. Chua habe wesentliche nicht öffentliche Informationen besessen, da er vor dem Rest des Marktes über die geplante Übernahme informiert worden war. Die Aufsichtsbehörde erklärte, dass solche Informationen als preissensitiv gelten, da Anleger vernünftigerweise erwarten würden, dass Nachrichten über eine Übernahme den Aktienkurs eines Unternehmens beeinflussen. Dr. Chua kaufte Aktien, bevor diese Informationen allgemein verfügbar wurden, was ihm einen unfairen Vorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern verschaffte.
Welche Strafe erhielt Dr. Chua für den Insiderhandelsverstoß?
Dr. Chua zahlte eine zivilrechtliche Strafe von S$120.000 und erklärte sich freiwillig bereit, zwei Jahre lang nicht als Unternehmensdirektor zu fungieren oder an der Leitung eines Unternehmens teilzunehmen. Der Fall wurde über das zivilrechtliche Sanktionssystem Singapurs und nicht über eine strafrechtliche Verfolgung gelöst, was bedeutet, dass Dr. Chua keine strafrechtliche Verurteilung oder Freiheitsstrafe erhielt.
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