Laut dem Seoul Rehabilitation Court hat das Gericht am 3. Juli das Sanierungsverfahren von Homeplus eingestellt, nachdem der große südkoreanische Einzelhändler keine 200 Milliarden Won (etwa 150 Millionen US-Dollar) an Betriebsmitteln sichern konnte, die für seinen Restrukturierungsplan erforderlich waren. Das Gericht begründete dies mit der äußerst geringen Realisierbarkeit des überarbeiteten Sanierungsplans, dem konkrete Finanzierungszusagen sowohl des Großaktionärs MBK Partners als auch des Gläubigers Meritz Financial Group fehlten.
Die Einstellung ebnet effektiv den Weg für ein Insolvenzverfahren. Homeplus, das einst rund 1.400 Filialen als zweitgrößter Einzelhändler des Landes betrieb, steht nun vor der Liquidation, falls sich kein Käufer findet. Die südkoreanische Regierung kündigte am 3. Juli ein Notfall-Liquiditätspaket in Höhe von 440 Milliarden Won an, darunter eine Lohnrückstandsentschädigung von bis zu 21 Millionen Won pro Mitarbeiter, Notfallfinanzierungen für betroffene Kleinunternehmer-Zulieferer sowie Sondergarantien in Höhe von insgesamt 350 Milliarden Won, um Ketteninsolvenzen zu verhindern.