Laut einem kürzlich veröffentlichten und von ChainCatcher berichteten Policy-Foresight-Report „Europe 2031“ droht Europa eine wirtschaftliche und politische Marginalisierung im globalen KI-Wettbewerb. Ursache seien Engpässe bei der Rechenleistung sowie die Abhängigkeit von externen KI-Modellen. Der Bericht hält fest, dass Europa lediglich 5% der globalen KI-Rechenkapazität besitzt und damit im Wettbewerb um KI nicht über die nötige technische Hebelwirkung verfügt. Europas propagierte „technologische Souveränität“ könnte sich aufgrund unzureichender Finanzierung und verzögerter Maßnahmen in der Politik als schwierig erweisen, wobei das Risiko besteht, die Kontrolle über Schlüsselunternehmen der Kerntechnologie wie ASML zu verlieren.
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, empfiehlt der Bericht, dass Europa öffentliches und privates Kapital bündelt, um groß angelegte Investitionen in Energie, Halbleiter und Rechenzentren zu ermöglichen. Außerdem wird vorgeschlagen, Technologie-Allianzen mit dem Vereinigten Königreich, Japan und weiteren Ländern zu bilden, um Vorteile in der Lieferkette zu konsolidieren und internationale Verhandlungsmacht zu gewinnen.