Pinterest hat am 23. Mai 2024 die Ergebnisse für das erste Quartal veröffentlicht und damit die Schätzungen von Analysten übertroffen: Der Umsatz stieg um 18% im Jahresvergleich, die Aktien legten nach der Gewinnmitteilung um 17% zu, und das Unternehmen hob zudem die Prognose für das zweite Quartal an, wie CNBC berichtet.
Der Umsatz erreichte 855 Millionen US-Dollar und lag damit über den LSEG-Schätzungen von 847 Millionen US-Dollar. Das bereinigte EBITDA lag bei 207 Millionen US-Dollar und übertraf eine Erwartung von 176 Millionen US-Dollar.
Das Unternehmen verzeichnete einen Nettoverlust von 73,6 Millionen US-Dollar, entsprechend 12 Cent je Aktie, im Vergleich zu einem Nettoergebnis von 8,9 Millionen US-Dollar ein Jahr zuvor.
Die globalen monatlich aktiven Nutzer stiegen um 11% auf 631 Millionen. Der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer lag bei 1,61 US-Dollar.
Pinterest prognostiziert für das zweite Quartal einen Umsatz von 1,13 Milliarden US-Dollar bis 1,15 Milliarden US-Dollar sowie ein bereinigtes EBITDA von 256 Millionen US-Dollar bis 276 Millionen US-Dollar und damit über den Erwartungen von Wall Street.
Der starke Quartalsbericht folgt auf Pinterests Ankündigung einer Restrukturierung, bei der weniger als 15% der Mitarbeitenden betroffen sein sollen. Das Unternehmen verlagert Geld und Personal in die KI-Produkt- und Engineering-Arbeit, darunter einen KI-gestützten Shopping-Assistenten. Pinterest sagte, die Restrukturierung werde 35 Millionen US-Dollar bis 45 Millionen US-Dollar an Vorsteuerbelastungen verursachen und seine „AI-forward strategy“ untermauern. Die Ergebnisse könnten Investoren mehr Vertrauen geben, dass die Neuausrichtung bereits Wirkung zeigt.
Pinterest ist Teil eines breiteren Tech-Musters, bei dem Firmen Entlassungen mit einem Schritt in Richtung KI verknüpfen. Einige Experten sind skeptisch und sagen, manche Unternehmen könnten „AI-washing“ betreiben, also KI-Sprache nutzen, um zu erklären, was weiterhin übliche Kostensenkungen sind. Amazon hatte zuvor angekündigt, rund 14.000 Unternehmensjobs abzubauen, das sind nahezu 4% der Belegschaft, während es gleichzeitig die KI-Ausgaben erhöhte und die Kosten in anderen Bereichen senkte. Pinterests Ergebnisse könnten den Reiz dieses Ansatzes verstärken—was möglicherweise mehr Arbeitskräfte in älteren Tech-Rollen verdrängt und den Wettbewerb um knappe KI-Talente verschärft.
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