Zentralbank der Philippinen hebt Leitzins auf 4,5% an, während die Krise im Mittleren Osten die Inflation auf 4,1% treibt

Gate News Nachricht, 23. April — Die Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP), die Zentralbank der Philippinen, hat am 23. April ihren Leitzins auf 4,5% angehoben und damit die erste Zinserhöhung in zwei Jahren vorgenommen, während die Spannungen im Mittleren Osten weiter eskalieren und die inländischen Kraftstoff- und Lebensmittelpreise nach oben treiben.

Die Inflation auf den Philippinen stieg im März auf 4,1% und verdoppelte sich damit nahezu gegenüber dem Vormonat, da die Ölpreise aufgrund des regionalen Konflikts anzogen. BSP-Gouverneur Eli Remolona Jr. erklärte, dass sich die Inflationsprognose der Zentralbank „verschlechtert“ habe; höhere Öl- und Düngemittelkosten dürften sich auf Lebensmittel- und Dienstleistungspreise durchschlagen. Die Bank erhöhte ihre Inflationsprognose für 2026 auf 6,3% und ihre Prognose für 2027 auf 4,3%. Die Regierung erklärte Ende März einen nationalen Energie-Notstand, da der Konflikt die Stabilität der Energieversorgung gefährdete.

Zentralbanken nutzen typischerweise Anpassungen des Leitzinses, um die Inflation zu kontrollieren; höhere Zinsen erhöhen die Kreditkosten und senken die Ausgaben. Remolona stellte fest, dass die Wirkung des Leitzinses normalerweise etwa ein Jahr benötigt, um sich vollständig zu entfalten, obwohl größere Anpassungen möglicherweise schneller Wirkung zeigen. Das geldpolitische Gremium der Bank (Monetary Board) erachtete ein vorbeugendes Vorgehen als notwendig, um die Preisstabilität zu schützen.

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