Gate-News-Mitteilung, 22. April — Laut einer Klarstellung der Plattform hat Anthropic seine Richtlinie zur Nutzung von Claude CLI für Drittanbieter-Tools wie OpenClaw nicht gelockert. Die vermeintliche Änderung der Richtlinie beruhte tatsächlich auf einer Fehlinterpretation durch den OpenClaw-Gründer Peter Steinberger einer Aussage, die von Claude Code-Leiter Boris Cherny am 6. April gemacht wurde.
Borrys ursprüngliche Antwort ging auf ein konkretes Problem ein: Steinberger hatte die offizielle Claude CLI mit dem -p-Parameter und einem Systemprompt getestet, in dem „running inside OpenClaw“ erwähnt wurde, wodurch Anthropics Klassifizierer das als Drittanbieter-Nutzung einstufte und von Extra Usage abzieht. Boris räumte die übertriebene Reaktion des Klassifizierers ein und versprach, die Nutzungshinweise für den -p-Parameter zu verbessern. Seine Aussage richtete sich jedoch darauf, False Positives für einzelne Entwickler zu verhindern, nicht um OpenClaw eine Ausnahme zu gewähren. Steinberger interpretierte dies fälschlicherweise als generelle Freigabe, und in Version 2026.4.7 stellte er Claude CLI als Standard-Backend für neue Nutzer wieder her und behauptete in der Dokumentation von OpenClaw, dass „Claude -p reuse jetzt erlaubt ist."
Der serverseitige Klassifizierer von Anthropic wies OpenClaw-Anfragen zweimal zurück und identifizierte es anhand seines Systemprompt-Fingerprints als Drittanbieter-Nutzung. Da OpenClaw die eigentlichen Anfragen initiiert, berechnet Anthropic weiterhin Drittanbieter-Tarife, obwohl darunter die offizielle CLI verwendet wird. Steinberger erkannte später den Widerspruch: theoretisch erlaubt, praktisch verweigert. Der Streit entstand aus unpräziser Sprache — Boris wollte die Grenzen des Klassifizierers verfeinern, um Entwickler vor Fehlklassifizierungen zu schützen, während Steinberger dies so interpretierte, als würde es die Abdeckung auf OpenClaw selbst ausweiten.
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