Laut The Information, die ausschließlich den vertraulichen IPO-Registrierungsentwurf von OpenAI geprüft hat, ähnelt die Bilanz des Unternehmens zum 31. März 2026 einem leichten Softwareunternehmen: mit null Schulden und minimalen Leasingverbindlichkeiten unter 750 Millionen US-Dollar. Allerdings belief sich die Investitionsausgabe (Capex) im ersten Quartal tatsächlich nur auf 46 Millionen US-Dollar. In Wahrheit hat OpenAI massive Infrastrukturkosten außerbilanziell aufgeschoben, wobei künftige Verpflichtungen für Chips, Energie und Rechenzentren 665 Milliarden US-Dollar erreichen.
Trotz des schlanken Capex-Profils erreichte der Nettoverlust von OpenAI im ersten Quartal ungefähr 8,5 Milliarden US-Dollar, während die Umsatzkosten bei 3,5 Milliarden US-Dollar lagen – das 75-Fache der gemeldeten Kapitalausgaben. Die Finanzierungsstruktur des Unternehmens zeigt, dass 72% der Umsatzkosten und 45% der gesamten Ausgaben an verbundene Parteien gezahlt wurden, wobei im Quartal 758 Millionen US-Dollar Umsatz aus verbundenen Unternehmen anfielen, teilweise abgewickelt über 488 Millionen US-Dollar an Eigenkapital – komplett ohne Cash.