Nike übertrifft Erwartungen im Q4-Bericht, China-Geschäft fällt auf 6 Milliarden US-Dollar.

Nike veröffentlichte am Dienstag nach Börsenschluss (Q1 2026) die Quartalszahlen: Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) lag bei 20 Cent und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street von 13 Cent; der Umsatz belief sich auf 10,97 Milliarden US-Dollar und lag über den erwarteten 10,86 Milliarden US-Dollar; die Bruttomarge stieg um 8,9 %. Das China-Geschäft war schwach, aber im Rahmen der Erwartungen – der China-Umsatz von Nike sank von über 7 Milliarden US-Dollar zu Hills Amtsantritt auf 6 Milliarden US-Dollar in diesem Quartal.

Nike-Quartalszahlen: EPS 20 Cent, Bruttomarge +8,9 %

Die wesentlichen quantitativen Daten des Quartalsberichts:

Bereinigter EPS: 20 Cent, Prognose 13 Cent (rund 54 % über Erwartung)

Umsatz: 10,97 Milliarden US-Dollar, Prognose 10,86 Milliarden US-Dollar (rund 130 Millionen US-Dollar über Erwartung)

Bruttomarge: Anstieg um 8,9 %, inklusive Zollrückerstattungen von 986 Millionen US-Dollar; selbst wenn Analysten die Rückerstattungen nicht in ihren Prognosen berücksichtigt hatten, stieg die Bruttomarge dennoch.

Nordamerika: Wachstum, 15 Prozentpunkte über dem Tiefststand unter Donahoes Führung.

China: 6 Milliarden US-Dollar in diesem Quartal, schwach aber erwartungsgemäß; bei Hills Amtsantritt lag der Wert bei über 7 Milliarden US-Dollar.

WM-Werbeoffensive: Nike mit 78 Millionen Klicks vs. Adidas mit 7,8 Millionen Klicks

Nike stattet 12 WM-Teams mit Trikots aus. Die „Rip the Script“-Kampagne mit Cristiano Ronaldo, Kylian Mbappé, LeBron James sowie Kim Kardashian und K-Pop-Star Lisa erzielte im letzten Monat 78 Millionen Klicks; Adidas kam im gleichen Zeitraum auf 7,8 Millionen Klicks.

Hill sagte in der Telefonkonferenz zu den Q1-Ergebnissen (März 2026), dass Fußball Nikes nächster strategischer Schwerpunkt werde, und betonte, Nike nutze die WM-Chance, um in den kommenden Quartalen das Fußballgeschäft voranzutreiben. Swartz erklärte gegenüber Fortune, Nikes hohe WM-Präsenz könne Trikotverkäufe direkt beflügeln und sei langfristig eine Markenchance, die Führungsposition in der Sportbekleidungsbranche neu zu festigen.

Swartz: Chinas Profitabilität stark eingebrochen – Vollpreisverkäufe sind Schlüssel zur Margenverbesserung

David Swartz, Senior Equity Analyst bei Morningstar, sagte gegenüber Fortune, China sei historisch Nikes profitabelste Region gewesen; der deutliche Rückgang der Profitabilität stelle ein ernstes Problem dar. Swartz erklärte, dass Einzelhändler in China selbst mit Rabatten Schwierigkeiten hätten, Nike-Produkte zu verkaufen, was zu Lagerüberhängen führe und Regalplatz blockiere, der für Neuware genutzt werden könnte.

Er wies darauf hin, dass die Anleger derzeit vor allem interessiere, wie lange Nike brauche, um die Trendwende in China zu schaffen, und fügte hinzu: „Letztlich muss Nike mehr Produkte zu Vollpreisen verkaufen und Rabatte reduzieren, um die Margen zu verbessern.“ In China steht Nike zudem im Wettbewerb mit Anta, das Marktanteile abgreift.

Häufige Fragen

Um wie viel übertraf Nikes EPS die Prognose, und welche Rolle spielten die Zollrückerstattungen?

Der bereinigte EPS von Nike lag in diesem Quartal bei 20 Cent, rund 54 % über der Prognose von 13 Cent. Die Bruttomarge stieg um 8,9 %, was Zollrückerstattungen von knapp 1 Milliarde US-Dollar (986 Millionen US-Dollar) beinhaltet; der Artikel stellt klar, dass die Bruttomarge selbst dann gestiegen wäre, wenn Analysten die Rückerstattungen nicht in ihren Prognosen berücksichtigt hätten.

Wie stark ist Nikes China-Umsatz im Vergleich zu Hills Amtsantritt gesunken?

Nikes China-Umsatz fiel von über 7 Milliarden US-Dollar bei Hills Amtsantritt (November 2024) auf 6 Milliarden US-Dollar in diesem Quartal. Morningstar-Analyst Swartz sagte, China sei historisch Nikes profitabelste Region gewesen; der deutliche Rückgang der Profitabilität übe spürbaren Druck auf die Gesamtfinanzen aus.

Wie groß ist der Klick-Unterschied zwischen Nikes und Adidas’ WM-Werbung?

Nikes „Rip the Script“-Kampagne erzielte im letzten Monat 78 Millionen Klicks, Adidas kam im gleichen Zeitraum auf 7,8 Millionen Klicks – Nike verzeichnete damit zehnmal so viele Klicks wie Adidas. Obwohl Adidas offizieller FIFA-Partner ist, konkurriert Nike über Trikotsponsoring von Mannschaften und eigene Werbeoffensiven mit.

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