Die japanische Investmentbank MUFG prognostiziert, dass der koreanische Won in der zweiten Jahreshälfte allmählich an Stärke gewinnen wird, wobei der Dollar-Won-Wechselkurs im dritten Quartal bei 1.520 Won und im vierten Quartal bei 1.500 Won erwartet wird. Die Prognose wird durch das von Halbleitern getragene Wirtschaftswachstum und die erwarteten Zinserhöhungen der Bank of Korea gestützt. Anpassungen am heimischen Aktienmarkt und eine mögliche Verlangsamung der weltweiten Investitionen in künstliche Intelligenz werden als wesentliche Risikofaktoren identifiziert, die eine Won-Aufwertung begrenzen.
Laut dem am 6. veröffentlichten Währungsausblick für die zweite Jahreshälfte in Asien von MUFG wird der Dollar-Won-Wechselkurs für das dritte Quartal bei 1.520 Won und für das vierte Quartal bei 1.500 Won erwartet. Im nächsten Jahr soll der Kurs im ersten Quartal allmählich auf 1.480 Won und im zweiten Quartal auf 1.460 Won sinken. Dies deutet darauf hin, dass der Won einen moderaten Aufwertungstrend fortsetzen wird.
MUFG rechnet damit, dass die koreanische Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte ein günstiges Wachstumsmomentum beibehält, das durch die halbleiterzentrierte Expansion gestützt wird. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im ersten Quartal um 1,8 % im Quartalsvergleich, wobei die Nettoexporte 1,1 Prozentpunkte zur Wachstumsrate beitrugen. Auch die Anlageinvestitionen erholten sich deutlich und stützten den Wachstumstrend. Das Wachstum im Jahresvergleich erreichte 3,8 %, den höchsten Stand seit 2021.
Südkoreanische vierteljährliche BIP-Wachstumsrate und Beitrag nach Kategorien [Quelle: MUFG]
MUFG bewertete, dass die Ende Juni von der Regierung angekündigten groß angelegten Halbleiter- und KI-Investitionsprojekte die mittel- bis langfristige Investitionsexpansion vorantreiben werden. Die Investitionen von Samsung Electronics und SK Hynix in neue Halbleiterproduktionsanlagen sowie die Pläne zum Ausbau von KI-Rechenzentren werden analysiert, um die zukünftigen Wachstumsgrundlagen zu stärken. Auch Preissteigerungen und Angebotsengpässe bei Speicherchips wurden als Faktoren genannt, die die Exportstärke aufrechterhalten.
Die Möglichkeit weiterer Zinserhöhungen der Bank of Korea wurde als Faktor identifiziert, der die Won-Stärke unterstützt. MUFG erwartet, dass die Bank of Korea den Leitzins in der zweiten Jahreshälfte zweimal anheben wird, da sowohl das Wachstum als auch die Inflation stärkere Trends als erwartet zeigen. Auch die Bedenken der Politikverantwortlichen hinsichtlich einer Überhitzung des Immobilienmarktes in Seoul und der Won-Schwäche wurden als Faktoren analysiert, die eine straffere Haltung unterstützen.
MUFG erklärte: „10 von 21 Indikatoren, die auf den Zinsausblick der Bank of Korea hindeuten, deuten auf zwei Zinserhöhungen innerhalb der nächsten 6 Monate hin“ und prognostizierte, dass „die Zinsen jeweils einmal im dritten und vierten Quartal angehoben werden, um den Inflationsdruck zu verringern und eine wirtschaftliche Überhitzung zu verhindern.“
Die Aktienverkäufe ausländischer Investoren und die Verlangsamung der halbleiterbezogenen Investitionsausgaben wurden als Risikofaktoren für den Won identifiziert.
Dollar-Won-Wechselkurs im Vergleich zu Trends bei ausländischen Aktienverkäufen [Quelle: MUFG]
Welchen Wechselkurs hat MUFG für den koreanischen Won im vierten Quartal prognostiziert? MUFG prognostizierte den Dollar-Won-Wechselkurs für das vierte Quartal bei 1.500 Won, was auf eine allmähliche Won-Aufwertung gegenüber der Prognose von 1.520 Won für das dritte Quartal hindeutet.
Warum erwartet MUFG, dass die Bank of Korea die Zinsen in der zweiten Jahreshälfte zweimal anhebt? MUFG erwartet zwei Zinserhöhungen, da sowohl das Wachstum als auch die Inflation stärkere Trends als erwartet zeigen, wobei 10 von 21 Indikatoren der BOK auf zwei Zinserhöhungen innerhalb von 6 Monaten hindeuten, um den Inflationsdruck zu verringern und eine wirtschaftliche Überhitzung zu verhindern.
Was sind laut MUFG die wichtigsten Risikofaktoren, die eine Won-Aufwertung einschränken? Die wichtigsten identifizierten Risikofaktoren sind Anpassungen am heimischen Aktienmarkt, eine mögliche Verlangsamung der weltweiten KI-Investitionen, Aktienverkäufe ausländischer Investoren und eine Verlangsamung der halbleiterbezogenen Investitionsausgaben.
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