Apple (蘋果) nimmt in dem neuesten Quartalsfinanzbericht erstmals die „Produktpreisgestaltung“ als Instrument auf, um den Druck durch gestiegene Kosten bei Zulieferteilen abzufedern, und bricht damit eine seit zehn Jahren bestehende Konvention. Morgan-Stanley-Analysten prognostizieren, dass die iPhone-18-Serie, die im September dieses Jahres erscheint, je nach Spezifikation um mindestens 100 US-Dollar teurer werden dürfte, um die anhaltend steigenden Kosten für NAND-Flash-Speicher und DRAM-Chips zu kompensieren und sicherzustellen, dass Apples Hardware-Geschäft während des Führungswechsels für den CEO keine Auswirkungen auf die Margen erleidet.
Geständnis im Quartalsbericht zur Margenbelastung: Apple deutet an, dass das iPhone 18 teurer wird?
Apple gibt in seinem neuesten 10-Q-Quartalsbericht zu, dass die angespannte Branchenversorgung und steigenden Kosten bei zentralen Komponenten wie NAND und DRAM den Nettoerlös und die Bruttomarge des Unternehmens beeinträchtigen. Was jedoch besonders Aufmerksamkeit erregt, ist, dass Apple unmittelbar danach „die potenzielle Produktpreisgestaltung und Preismaßnahmen“ als konkrete Maßnahmen aufführt, um die oben genannten Belastungen abzufedern.
(Apple-Finanzbericht: iPhone- und Mac-Nachfrage stark, Cook nennt Sorgen in der Lieferkette)
Morgan-Stanley-Analyst Erik Woodring führt in einer Research-Notiz aus, dass Apples frühere Formulierungen in Bezug auf die Preisgestaltung nahezu vollständig um Wettbewerbsdynamiken kreisten und Preiserhöhungen als „letztes Mittel“ in einem Umfeld hoher Inflation positionierten. Die Änderung der Wortwahl deutet darauf hin, dass Apple von reiner defensiver Haltung auf proaktives Handeln umschaltet.
Er betont außerdem, dass der Quartalsbericht nicht klar definiert, ob „Produkte“ auch Services wie iCloud umfassen, und auch nicht garantiert, dass bei Markteinführung neuer Geräte zwingend Preiserhöhungen erfolgen. Dennoch sei es ein wichtiges Signal.
Strukturell steigende Speicherkosten: Selbst tragen könnte 2027-Erträge schwer treffen
Die Wurzel dieses Preisdrucks liegt in steigenden Speicherkosten. Das Kostenmodell von Morgan Stanley zeigt: Wenn Apple sich dafür entscheidet, die Verkaufspreise beizubehalten und die Kosten selbst zu absorbieren, dann wird, sobald der frühere Einkauf zu niedrigeren Preisen aufgebraucht ist, die höhere Speicherkostenlast ab dem Geschäftsjahr 2027 vollständig in der Gewinn- und Verlustrechnung reflektiert und stellt damit ein Risiko für die Gesamterträge des Unternehmens dar.
Auch in der Lieferkette wirken sich Engpässe bei fortschrittlichen Prozessoren darauf aus, wie gut Apple die Nachfrage im iPhone-Markt bedienen kann. Die betreffenden Chips werden überwiegend von TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) produziert, während die rapide wachsende Nachfrage nach KI-Prozessoren weiterhin die Zuteilung von Kapazitäten in fortgeschrittenen Fertigungsprozessen verdrängt.
Apple-CEO Tim Cook räumt in einer Telefonkonferenz ebenfalls ein, dass steigende Speicherkosten ab Juni schrittweise Druck auf das Geschäft ausüben werden und die Widerstandsfähigkeit der Margen im zweiten Halbjahr ein zentraler Indikator für den Markt sein wird.
Wechsel an der Spitze steht bevor: Schutz der absoluten Bruttomarge hat Priorität
Zudem ist der bevorstehende Führungswechsel bei Apple ein weiterer Schlüsselfaktor für die Preiserhöhungsdynamik. Der Leiter des Hardware-Bereichs John Ternus soll im September dieses Jahres die Position als CEO übernehmen, während Tim Cook zum Executive Chairman wechselt. Morgan Stanley geht davon aus, dass in diesem sensiblen Moment die Wahrscheinlichkeit, dass die neue Führung im ersten Amtsjahr mit einem starken Rückgang beim Gewinn belastet wird, sehr gering ist. Entsprechend seien potenzielle Preiserhöhungsmaßnahmen nicht dazu da, Margen lediglich um jeden Preis zu verteidigen, sondern um den Mindestbetrag an Bruttomarge je Produktlinie zu schützen.
(Guo Ming-chen spricht über Apples neuen CEO John Ternus: Die Nachfolge-Herausforderung ist nicht mehr das iPhone, asiatische Zulieferketten könnten profitieren)
Ausgehend von der Prognose, dass das gesamte iPhone-18-Line-up um mehr als 100 US-Dollar teurer wird, schätzt Morgan Stanley, dass selbst wenn die iPhone-Auslieferungen im Geschäftsjahr 2027 nur unverändert bleiben oder lediglich um 1% im Jahresvergleich zulegen, der Effekt der Preiserhöhung je Spezifikation plus die erwartete Verschiebung hin zu extrem höherwertigen Produktkombinationen, die angeblich durch faltbare Smartphones befeuert werden, dennoch ausreichen könnte, um die durchschnittliche Verkaufspreise des iPhone um mehr als 10% im Jahresverlauf zu steigern. Dadurch könnte der iPhone-Umsatz im Gesamtjahr um bis zu 14% im Jahresvergleich steigen und den Jahresgewinn je Aktie (EPS) auf 10,23 US-Dollar treiben.
Morgan Stanley hält derzeit an einer „Kaufen“-/„Overweight“-Einschätzung für Apple fest; das Kursziel liegt bei 330 US-Dollar.
AI-Aufbau zurückgeblieben: Trotz Rückkehr der Apple-Marktkapitalisierung auf 4 Billionen US-Dollar bestehen weiterhin Herausforderungen
Obwohl Apple nach der Veröffentlichung starker Quartalszahlen am 1. Mai an der Börse zeitweise um nahezu 6% zulegte und bei 280,14 US-Dollar (Hoch der letzten fünf Monate) schloss, blieb nach der Rückkehr der Marktkapitalisierung über die Schwelle von 4 Billionen US-Dollar eine Vielzahl langfristiger Herausforderungen ungelöst. Im Bereich Künstliche Intelligenz liegt Apple bei Funktionsbereitstellung und Investitionen in die Infrastruktur deutlich hinter Microsoft und Google. Der Markt richtet sein Augenmerk daher auf das für diesen Juni geplante globale Developer-Event (WWDC).
Analysten sind sich weithin einig, dass die Preisstrategie beim iPhone 18 eines der wichtigsten Kriterien sein wird, um zu beurteilen, ob Apple unter dem dreifachen Druck aus dem Wechsel zwischen alter und neuer Führung, steigenden Kosten und dem KI-Wettlauf weiterhin seine Profitabilitätsdynamik aufrechterhalten kann.
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