
Strategy 执行主席 Michael Saylor veröffentlichte am 14. Juni auf X einen Beitrag, in dem er die Definitionen, Unterschiede und die Anwendung zweier je-Aktie-Kennzahlen von Bitcoin-Tresory — BPS (Bitcoin pro Aktie, abzüglich bevorrechtigter Ansprüche) und CEBE BPS (konservativer Bitcoin-Risiko-Exposure pro Aktie nach Abzug bevorrechtigter Ansprüche) — erläutert und als Maßstab prüft, ob die annualisierte Rendite von Bitcoin (BTC ARR) die Kapitalkosten übersteigt.
BPS und CEBE BPS: Bestätigte Definitionen (Zitat aus Saylors Originaltext)
Saylor trennt in seinem X-Post die Definitionen beider Kennzahlen ausdrücklich:
BPS (Bitcoin pro Aktie): Saylor Originaltext: „BPS misst die Bitcoins pro Stammaktie vor vorrangigen Rechten.“ Bei der Berechnung werden keine bevorrechtigten Ansprüche abgezogen (Schulden, Wandelanleihen, Vorzugsaktien etc.). Saylor ordnet es als „Kennzahl für das Wachstum der Stammaktien“ ein; BTC Yield (Bitcoin-Rendite) wird genau anhand von BPS nachverfolgt.
CEBE BPS: Saylor Originaltext: „CEBE BPS misst die Bitcoins pro Stammaktie nach vorrangigen Rechten. CEBE ist eine konservative Risiko-Kennzahl.“ Bei der Berechnung werden alle bevorrechtigten Ansprüche abgezogen, um abzubilden, wie viele Bitcoins pro Stammaktie den Stammaktionären tatsächlich zur Verfügung stehen, wenn das Unternehmen seine gesamten Schulden sofort mit seinem Bitcoin-Bestand begleichen müsste.
Verstärkungseffekt (Amplification Effect): Bestätigungsmechanismus für die Differenz beider Kennzahlen
Saylor Originaltext: „Der Unterschied zwischen BPS und CEBE BPS ist der Verstärkungseffekt. In Abwesenheit von Schulden oder Vorzugsaktien gilt: BPS = CEBE BPS, und ein Bitcoin-Reserve-Unternehmen sollte wie ein ETF den BTC nachverfolgen. Mit zunehmenden Verbindlichkeiten beginnen BPS und CEBE auseinanderzulaufen — und dadurch entsteht das Potenzial, das über BTC hinausgeht.“
Saylor weist zugleich auf die Zweirichtung des Verstärkungseffekts hin:
Langfristige, risikoarme Schulden: können den Verstärkungseffekt in Aufwärtspotenzial für die Stammaktien umwandeln (Alpha)
Kurzfristige, hochverzinsliche Schulden: können den Verstärkungseffekt in Risiko und schwache Performance umwandeln
Saylor Originaltext: „Nicht alle Schulden sind gleich. Kurzfristige, hochverzinsliche Schulden können den Verstärkungseffekt in Risiko und schlechte Performance verwandeln. Langfristige, risikoarme Schulden können den Verstärkungseffekt dagegen in Aufwärtspotenzial für das Stammaktien-Eigenkapital umwandeln.“
Einzeiliger Test und Laufzeitstruktur der Verbindlichkeiten
Saylor nennt als Kern-Testmaßstab: „Wenn die annualisierte Rendite von Bitcoin (BTC ARR) die Kapitalkosten übersteigt, sollte ein ausreichend kapitalisiertes Bitcoin-Tresory-Unternehmen in der Lage sein, die Performance von BTC zu übertreffen.“
Logik der Anwendung der Laufzeit der Verbindlichkeiten:
Je kürzer die Laufzeit der Schulden: desto wichtiger ist CEBE BPS — wenn Ansprüche heute fällig wären, bildet CEBE BPS am besten die tatsächlichen verbleibenden Rechte der Stammaktionäre ab
Je länger die Laufzeit der Schulden: desto wichtiger ist BPS — weil die langfristige Aufwärtsbewegung von Bitcoin voraussichtlich aufgelaufene Zinsen und Dividenden überdecken kann
Saylor hält fest, dass dieses Modell auch zur Bewertung des eigenen STRC-Vorzugsprodukts von Strategy herangezogen werden kann (mit hoher Dividendenrendite): STRC gehört zu den Schuldarten, die potenziell einen Verstärkungseffekt erzeugen; das Ergebnis hängt davon ab, ob der oben genannte Testmaßstab erfüllt ist.
Häufige Fragen
In welchen Fällen sind BPS und CEBE BPS zahlenmäßig identisch?
Laut Saylors Erklärung gilt: Wenn das Unternehmen keinerlei Schulden oder Vorzugsaktien hat, ist BPS = CEBE BPS; dann sollten sich die Kursbewegungen der Aktie im Wesentlichen synchron mit Bitcoin bewegen, ähnlich wie bei einem Bitcoin-ETF. Sobald das Unternehmen beginnt, Schulden aufzunehmen oder Vorzugsaktien auszugeben, beginnen sich die beiden Kennzahlen zu trennen, wodurch der Verstärkungseffekt entsteht.
Ist der Verstärkungseffekt notwendigerweise vorteilhaft für Stammaktionäre?
Nach Saylors Rahmen ist der Verstärkungseffekt an sich neutral; die Richtung hängt von der Art der Schulden ab: Langfristige, risikoarme Schulden können den Verstärkungseffekt in die Fähigkeit umwandeln, das Potenzial zu schaffen, das über Bitcoin hinausgeht; kurzfristige, hochverzinsliche Schulden könnten den Verstärkungseffekt dagegen so wirken lassen, dass die Performance schlechter wird und das Risiko steigt. Der Kern-Test lautet, ob die annualisierte BTC-Rendite die Kapitalkosten des Unternehmens übersteigt.
Wie wendet man Saylors Rahmen an, um Strategys STRC-Vorzugsaktienprodukt zu bewerten?
Laut Saylors Rahmen ist STRC (Vorzugsaktien mit hoher Dividendenrendite) eine Art von Verbindlichkeit, die einen Verstärkungseffekt erzeugen kann. Für Stammaktionäre hängt es davon ab, ob STRC nützt oder schadet: Entscheidend ist der Kern-Test, ob die annualisierte Rendite von Bitcoin (BTC ARR) die Kapitalkosten von STRC übersteigt (Dividendenrendite).