JPMorgan warnt: KI-Chip-Aktien droht ein Zwangsverkaufsrisiko, da überfüllte Trades extreme Ausmaße erreichen

Laut JPMorgan Chase stehen Halbleiteraktien vor dem Risiko eines erzwungenen Verkaufs, der durch Value-at-Risk-(VaR)-Modelle ausgelöst werden könnte, die von institutionellen Anlegern verwendet werden. In dem jüngsten Bericht der Investmentbank wird gewarnt, dass ein Anstieg der Marktvolatilität Manager dazu zwingen könnte, ihre Chip-Bestände zu reduzieren – trotz langfristig bullischer Einschätzungen zu KI. Dies könnte möglicherweise eine sich selbst verstärkende Abverkaufs-Schleife auslösen. Der Philadelphia Semiconductor Index war Anfang dieses Monats zeitweise um über 10% gefallen – angesichts von Sorgen über überhitzten KI-Handel – und erholte sich dann jedoch schnell auf neue Rekordstände.

JPMorgan hob hervor, dass Halbleiterbestände mittlerweile zu den am stärksten überfüllten Positionen des Marktes zählen. Eine Umfrage unter Fondsmanagern von Bank of America bestätigte, dass „long semiconductors“ als die am stärksten überfüllte einzelne Position weltweit gilt. Die Bank warnte zudem, dass sich Bewertungsmultiplikatoren schneller ausweiten als das Umsatzwachstum. Das Verhältnis des Halbleitersektor-Gewichts zum Umsatz liegt demnach bei ungefähr dem Sechsfachen – doppelt so stark wie die Ausweitung, die bei den „Magnificent Seven“ zu beobachten war. Hohe Bewertungen, gepaart mit einer konzentrierten Positionierung und steigender Volatilität, senken die Widerstandsfähigkeit des Marktes gegenüber negativen Auslösern deutlich.

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