Nach Angaben des Strategieteams von JPMorgan Chase unter der Leitung von Dubravko Lakos-Bujas hob das Institut sein S&P-500-Jahresendziel für 2026 von 7.600 auf 7.800 Punkte an (Stand: 25. Juni). Begründet wird dies mit anhaltend positiven Revisionen der Gewinnprognosen für Unternehmen und den fast verdoppelten Investitionen in künstliche Intelligenz. Die Gewinnerwartungen für 2026 und 2027 sind seit Jahresbeginn jeweils um rund 10 % gestiegen – eine Größenordnung, die typischerweise nur in Erholungsphasen nach Rezessionen zu beobachten ist.
JPMorgan warnte jedoch, dass minderwertige Wachstumsaktien, spekulative Wachstumswerte sowie KI-Konzeptaktien der zweiten und dritten Reihe ein „extremes Gedränge“ aufweisen. Das Institut betonte, dass Mittelabflüsse starke Rückgänge auslösen könnten, während ein erhöhtes Aktienangebot und eine potenziell straffere Geldpolitik die weitere Bewertungsausweitung begrenzen könnten.