Der Wirtschaftsplan des japanischen Premierministers könnte den Zeitplan für Zinserhöhungen der BOJ verzögern, so ein Nomura-Ökonom.

Laut Takahide Kiuchi, Ökonom am Nomura Research Institute, könnte die japanische Zentralbank ihre nächste Zinserhöhung am 2. Juli verzögern, wenn Premierministerin Sanae Takaichi ihren wirtschaftspolitischen „Grundsatzplan“ – der voraussichtlich noch in diesem Monat vom Kabinett gebilligt wird – nutzt, um weitere Erhöhungen abzulehnen. Kiuchi merkte an, dass die BOJ zwar die Zinsen anheben werde, wann immer sie es für notwendig halte – ungeachtet des Widerstands der Regierung –, sie aber beim Timing „die Präferenzen der Regierung in gewissem Maße respektieren“ könne. Er warnte, dass politischer Druck gegen Zinserhöhungen den Yen weiter schwächen und Anleihekurse senken könnte, was die japanische Wirtschaft und die Finanzmärkte destabilisieren würde.
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