Irland will missbräuchliche Nutzung von Kryptowährungen in neuem Maßnahmenplan zur Bekämpfung von Finanzkriminalität eindämmen

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Der irische Staat hat am Donnerstag eine neue „National Risk Assessment“-Bewertung und einen 30-Punkte-Aktionsplan gestartet und dabei Bedrohungen durch Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche im Zusammenhang mit der Weiterverbreitung (Proliferation) ins Visier genommen. Die Initiative nennt die missbräuchliche Verwendung von Krypto-Assets als eines von mehreren sich entwickelnden Risiken für Finanzkriminalität, denen das Land ausgesetzt ist. Tánaiste und Finanzminister Simon Harris sowie Justizminister Jim O'Callaghan stellten die Maßnahmen vor, die unter anderem verstärkte Schutzvorkehrungen für Krypto-Assets und digitale Finanzgeschäfte umfassen. Die Bewertung zielt darauf ab, Irlands Anti-Geldwäsche- und Rahmen zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung zu stärken, bevor die für 2028 geplante „Mutual Evaluation“ durch die Financial Action Task Force (FATF) erfolgt ist, den globalen Standardsetzer für AML-Kontrollen.

Irland setzt Branchenstandard für die Prüfung der Herkunft von Geldern in der Krypto-Industrie

Das Finanzministerium hat verstärkte Schutzvorkehrungen rund um Krypto-Assets und digitale Finanzgeschäfte als zentrale Maßnahmen im Aktionsplan identifiziert. Die konkretste Krypto-Vorgabe beauftragt die Gambling Regulatory Authority of Ireland damit, einen Branchenstandard für die Annahme kryptobezogener Aktivitäten als Herkunft der Gelder festzulegen. Der Standard wird verlangen, dass Unternehmen die erforderliche Due Diligence durchführen und verifizieren, dass das Geld rechtmäßig ist. Die Maßnahme ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.

Der Standard soll sicherstellen, dass Gelder, die in regulierte Unternehmen gelangen, aus legitimen Quellen stammen – als Teil einer umfassenderen Verschärfung der Kontrollen sowohl rund um Kryptowährungen als auch rund um Glücksspiel. Die Zentralbank wird zudem gesondert angewiesen, ein systematisches Verständnis dafür aufzubauen, wie aufkommende Technologien, einschließlich KI, sowohl neue Verwundbarkeiten als auch neue Werkzeuge für die Arbeit zur Bekämpfung der Geldwäsche schaffen.

Regierung erweitert Befugnisse gegen Geldwäsche und Aufsicht über Glücksspiel

Der breitere Plan gibt AML-Aufsichtsbehörden neue Befugnisse, Geldbußen zu verhängen. Er stellt private Mitglieder-Glücksspielclubs unter verpflichtende Lizenzierung und führt eine „closed loop“-Regel ein, bei der Glücksspielauszahlungen an das ursprüngliche Einzahlungskonto zurückgeführt werden. Der Plan erhöht die Transparenz bei der Unternehmensinhaberschaft und schafft einen Rahmen, um Ermittlungen zu Geldwäsche parallel zu Untersuchungen zu Steuern und Verbrauchsteuern durchzuführen.

Die begleitende Risikoanalyse stufte Irlands gesamtes Risiko für Geldwäsche als moderat ein und das Risiko für Terrorismusfinanzierung als niedrig. Die Bewertung stellte fest, dass kriminelle Netzwerke zunehmend traditionelle, auf Bargeld basierende Methoden mit digitalen Innovationen kombinieren – darunter Krypto-Assets, Netzwerke von Geldkurieren (Money Mule Networks) und komplexe Verschichtungstechniken.

Beamte nennen die kriminelle Nutzung von Technologie und grenzüberschreitende Einsätze

Kriminelle werden laut Simon Harris bei der Vorstellung immer ausgefeilter. Sie würden Technologie zunehmend ausnutzen, über Grenzen hinweg operieren und sich schnell an Veränderungen anpassen. Er fügte hinzu, dass die Regierung angesichts dieser Bedrohungen nicht einfach stillstehen könne. Harris betonte, dass Finanzkriminalität keine Opfer ohne Folgen hinterlässt: Er verwies auf ältere Menschen, die ihr Erspartes verlieren, auf Familien, die um ihr Geld betrogen werden, und auf Gemeinschaften, die durch kriminelle Aktivitäten geschädigt werden.

Jim O'Callaghan bezeichnete den Plan als praktische Roadmap, um Irlands Reaktion wirksam, verhältnismäßig und zweckentsprechend zu halten. Er sagte, der Plan werde gemeinsam mit An Garda Síochána, Revenue, der Zentralbank und weiteren Regulierungsbehörden umgesetzt.

Criminal Assets Bureau knackt Bitcoin-Wallet im März in einem Beschlagnahme-Fall

Der erneute Fokus folgt auf Schlagzeilen machende Krypto-Fälle auf irischem Boden. Im März hat das Criminal Assets Bureau eines von 12 Bitcoin-Wallets aufgespürt, die mit einem verurteilten Drogendealer verknüpft waren. Das Wallet war Teil eines 6.000-BTC-Pakets, das 2019 beschlagnahmt wurde und sich seitdem auf ungefähr 383 Millionen US-Dollar aufgestockt hat.

FAQ

Was hat Irland am Donnerstag in Bezug auf Krypto-Assets angekündigt?

Die irische Regierung hat am Donnerstag eine neue „National Risk Assessment“-Bewertung und einen 30-Punkte-Aktionsplan gestartet, der die missbräuchliche Verwendung von Krypto-Assets als sich entwickelnde Bedrohung für Finanzkriminalität nennt. Der Plan umfasst verstärkte Schutzvorkehrungen rund um Krypto-Assets und digitale Finanzgeschäfte; die Gambling Regulatory Authority of Ireland soll bis zum zweiten Quartal 2027 einen Branchenstandard für die Annahme kryptobezogener Aktivitäten als Herkunft der Gelder etablieren.

Warum setzt Irland neue Krypto-Schutzvorkehrungen um?

Die Regierung will zunehmend ausgefeilte Bedrohungen durch Finanzkriminalität adressieren, darunter der Einsatz aufkommender Technologien und grenzüberschreitende Operationen durch Kriminelle. Die Regierungsvertreter Simon Harris und Jim O'Callaghan erklärten, die Maßnahmen seien darauf ausgelegt, Opfer zu schützen – etwa ältere Menschen, die ihr Erspartes verlieren, oder Familien, die betrogen werden – und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass Irlands Verteidigung mit den sich weiterentwickelnden Methoden der Kriminellen Schritt hält, bevor die für 2028 geplante FATF-„Mutual Evaluation“ des Landes stattfindet.

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