Indonesien begrenzt die Provisionen für Ride-Hailing auf 8%, um Fahrer zu schützen

Der indonesische Präsident Prabowo Subianto unterzeichnete am 1. Mai die Präsidialverordnung Nr. 27/2026, um die Provision von Ride-Hailing-Plattformen auf 8% zu begrenzen und den Mindesteinnahmenanteil der Fahrer auf 92% von zuvor 80% anzuheben. Die Verordnung wurde bei einer Veranstaltung zum Tag der Arbeit am Nationaldenkmal in Jakarta angekündigt.

Regulatorische Details

Die neue Obergrenze von 8% Provision ersetzt die bisherige 20%-Deckelung, die per Ministerialerlass des Verkehrsministeriums KP 1001/2022 festgelegt worden war. Laut der Ankündigung hatte Prabowo zunächst eine Begrenzung von 10% erwogen, bevor er sich auf die 8%-Zahl festlegte.

Die Präsidialverordnung Nr. 27/2026 verlangt zudem, dass Ride-Hailing-Plattformen Unfallversicherungen und Krankenversicherungen für Fahrer bereitstellen und damit den Umfang der Arbeitnehmerabsicherung über reine Provisionssätze hinaus ausweiten.

Kontext

Indonesien ist Heimat von schätzungsweise sieben Millionen Online-Motorradtaxi- und Zustellfahrern. Das Land hatte bereits vor dieser Verordnung eine Provisionsobergrenze für zweirädrige Ride-Hailing-Dienste beibehalten, was es unter den südostasiatischen Ländern in diesem Regulierungsansatz unterscheidet.

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