Die Commodity Futures Trading Commission hat am 29. Mai den ersten in den USA regulierten Permanent-Futures-Kontrakt genehmigt, der von Coinbase und Kalshi angeboten wird. Das veranlasste den CME-Group-CEO Terry Duffy, am 4. Juni zu warnen, dass der Schritt für Anleger ein systemisches Risiko schafft. Duffy äußerte die Sorge, dass Privatanleger nicht verstehen, wie Kosten für die Funding-Rate Positionen über die Zeit aufzehren. Große US-Börsenbetreiber reagierten sofort am Markt: Cboe Global Markets fiel um 9 %, während CME Group und Intercontinental Exchange jeweils in den Tagen nach der Genehmigung am 29. Mai um rund 4 % nachgaben. Hintergrund war die Befürchtung, dass Permanent-Futures auf andere Anlageklassen ausgeweitet werden könnten und den Wettbewerb erhöhen würden.
CFTC genehmigt am 29. Mai die ersten US-regulierten Permanent-Futures
Die Commodity Futures Trading Commission hat am 29. Mai den ersten in den USA regulierten Permanent-Futures-Kontrakt genehmigt, der von Coinbase und Kalshi angeboten wird. Im Gegensatz zu traditionellen Futures laufen Permanent-Kontrakte nie aus. Dadurch können Trader sie unbegrenzt halten – mit Verschuldungs-/Hebelverhältnissen (Leverage) bis zu 50 zu 1. Solche Kontrakte wurden zuvor bereits auf Offshore-Plattformen wie Binance, Bybit und Hyperliquid gehandelt, bevor es diese Genehmigung „onshore“ gab.
Duffy nennt Permanent-Futures auf einer Konferenz am 4. Juni „eine Katastrophe, die darauf wartet, zu passieren“
Duffy sprach am 4. Juni auf der Piper Sandler Global Exchange and Fintech-Konferenz. Dort beschrieb er das Eintreffen von Permanent-Futures als „eine Katastrophe, die darauf wartet, zu passieren“. Er argumentierte, dass eine legitime Marktfunktion durch den spekulativen Markt ersetzt worden sei – und dass dies niemandes Interesse entspricht. Besonders besorgt zeigte sich Duffy über Privatanleger, die nicht verstehen, wie Kosten für die Funding-Rate ihre Positionen im Laufe der Zeit „anschneiden“ würden. Duffy leitet den größten Futures-Börsenbetreiber der Welt und spricht für institutionelle Marktteilnehmer.
Analysten sehen kurzfristige Wettbewerbsauswirkung als begrenzt
Der TD-Cowen-Analyst Bill Katz sagte, das entscheidende Thema werde die Geschwindigkeit sein, mit der Permanent-Futures über andere Asset-Kategorien hinweg genehmigt werden. Der Raymond-James-Analyst Patrick O’Shaughnessy erklärte in seinem Beitrag, Permanent-Futures seien nicht für Hedging konzipiert, sondern für spekulative Geschäfte, die auf Privatanleger ausgerichtet seien. RBC-Analyst Ashish Sabadra stimmte zu und sagte, das Wettbewerbsrisiko sei aufgrund struktureller Unterschiede zwischen Permanent-Futures und traditionellen Futures-Kontrakten beherrschbar.
CFTC-Prüfungszeitplan und mögliche Aktion des Kongresses
Die CFTC wird jede Anfrage für Permanent-Futures im verbleibenden Verlauf von 2026 jeweils nach ihren eigenen Vorzügen prüfen. Wenn Anträge für Agrarprodukte, Edelmetalle oder Wertpapiere eingehen, könnte eine vollständige Einhaltung der Regulation 40.3 erforderlich sein. Der Kongress könnte Permanent-Futures im Rahmen breiter angelegter Gesetzgebung zur Krypto-Marktstruktur adressieren, die für eine Abstimmung im Plenum vor der Sommerpause im August erwartet wird.
FAQ
Was hat die CFTC am 29. Mai genehmigt?
Die Commodity Futures Trading Commission hat am 29. Mai den ersten in den USA regulierten Permanent-Futures-Kontrakt genehmigt, der von Coinbase und Kalshi angeboten wird. Diese Kontrakte laufen nie aus und ermöglichen es Tradern, sie unbegrenzt zu halten – mit Verschuldungs-/Hebelverhältnissen (Leverage) bis zu 50 zu 1.
Warum hat CME-CEO Terry Duffy am 4. Juni vor Permanent-Futures gewarnt?
Duffy sprach am 4. Juni auf der Piper Sandler Global Exchange and Fintech-Konferenz. Dort bezeichnete er Permanent-Futures als „eine Katastrophe, die darauf wartet, zu passieren“, und äußerte die Sorge, dass Privatanleger nicht verstehen, wie Kosten für die Funding-Rate ihre Positionen im Laufe der Zeit „anschneiden“ würden. Er argumentierte, dass eine legitime Marktfunktion durch spekulative Aktivitäten ersetzt worden sei.
Wie haben Börsenbetreiber auf die CFTC-Genehmigung reagiert?
Cboe Global Markets fiel um 9 %, und CME Group sowie Intercontinental Exchange sanken jeweils um rund 4 % in den Tagen nach der Genehmigung am 29. Mai. Hintergrund war die Befürchtung, dass Permanent-Futures auf andere Anlageklassen ausgeweitet werden und den Wettbewerb für etablierte Börsenbetreiber erhöhen könnten.