Gate News-Nachricht, 27. April — Chinas Elektrofahrzeuge machten im ersten Quartal 2026 in Südkorea etwa ein Drittel der neu registrierten E-Fahrzeuge aus, angetrieben vor allem durch Tesla-Modelle, die in Shanghai gefertigt werden. Laut dem Korea Automobile and Mobility Association stiegen die Verkäufe von in China gefertigten E-Fahrzeugen um 286,1% im Jahresvergleich auf 25.000 Einheiten, während koreanische Marken etwa 51.000 Einheiten verkauften und um 126,1% zulegten.
Tesla senkte die Preise für in Shanghai gebaute Modelle mit kleineren Batterien und kürzerer Reichweite um bis zu 10 Millionen Won (ungefähr $6.740), was den Preiskampf verschärfte. BYD, einer der größten Autohersteller Chinas, hat sich ebenfalls aggressiv auf dem südkoreanischen Markt ausgeweitet, verkaufte in den ersten 15 Monaten mehr als 10.000 Fahrzeuge und belegte bis März 2026 den vierten Platz unter den importierten Marken. BYDs Dolphin-Kleinwagen kostet 24,5 Millionen Won (ungefähr $16.513) vor Subventionen, wobei derzeit 32 Ausstellungsräume in Betrieb sind und Pläne bestehen, bis zum Jahresende 35 Händler zu erreichen.
Die Marktanteilsgewinne chinesischer E-Fahrzeughersteller haben Südkorea dazu veranlasst, seine Subventionspolitik anzupassen. Neue Regeln würden Subventionen auf Automobilhersteller beschränken, die starke lokale Partnerschaften nachweisen, in südkoreanische Forschungs- und Entwicklungszentren investieren, inländische Arbeitsplätze schaffen und Netzwerke für den After-Sales-Service aufbauen. Auch heimische Automobilhersteller wie Kia haben als Reaktion die Preise gesenkt. Anders als die USA und die Europäische Union, die sich auf hohe Zölle stützen, um Importe chinesischer E-Fahrzeuge einzudämmen, nutzt Südkorea stärker granular ausgerichtete Subventionsregeln als Schutzmaßnahme für seine heimische Autoindustrie.