Die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat am 10. Juni ihren ersten Vorschlag für Regeln zu Prediction Markets veröffentlicht und damit signalisiert, dass sie Sports-Event-Kontrakte grundsätzlich weitgehend zulassen, Wetten auf Ergebnisse aber einschränken will, die anfällig für Manipulation sind. Der Vorschlag soll laut CFTC-Vorsitzendem Mike Selig Regulierungskontrolle mit dem Marktwachstum in Einklang bringen. Prediction Markets waren jahrelang mit regulatorischer Ungewissheit konfrontiert, und dieser Regelvorschlag soll die zulässigen Vertragstypen für Plattformen, die in dem Bereich tätig sind, klarstellen.
CFTC erlaubt Sports-Kontrakte auf aggregierte Ergebnisse
Im Rahmen der Mitteilung zur vorgeschlagenen Regeländerung sollen Sports-Kontrakte, die auf aggregierten Ergebnissen basieren, als grundsätzlich zulässig gelten. Verträge, die mit Endständen, Gewinn-Verlust-Bilanzen und saisonlangen Ergebnissen verbunden sind, fallen unter diese Kategorie. Der Vorschlag könnte die regulatorische Grundlage von Plattformen wie Kalshi und Polymarket stärken.
CFTC schränkt Kontrakte auf manipulierbare Events ein
Kontrakte auf Spielerverletzungen, Entscheidungen der Schiedsrichter und einzelne Spielszenen sollen eingeschränkt werden, da sie zu leicht manipulierbar seien. Der Regulator geht davon aus, dass diese granularen Ereignisse die von ihm geforderte Prüfung des öffentlichen Interesses voraussichtlich nicht erfüllen. Gary Kalbaugh, Partner bei Cahill Gordon & Reindel LLP, stellte fest, dass „Gaming breiter definiert ist, als erwartet, und Sportereignisse mit einschließt“.
CFTC stellt Wahlkontrakte als kein Gaming klar
Der Vorschlag stellte klar, dass Wahl-Prediction-Contracts nicht als „Gaming“ im Sinne des Bundesrechts gelten. Diese Abgrenzung stärkt die rechtliche Position politischer Märkte, die seit Jahren von regulatorischer Ungewissheit betroffen sind.
CFTC eröffnet öffentliche Kommentierungsphase zum Vorschlag
Die Regeln sind noch nicht final und bleiben für eine öffentliche Kommentierungsphase offen. Eine Gruppe demokratischer Abgeordneter hat die CFTC außerdem separat dazu aufgefordert, Insiderhandel einzudämmen und bestimmte Event-Kontrakte zu verbieten. CFTC-Vorsitzender Mike Selig sagte: „Die CFTC wird die Integrität unserer regulierten Märkte schützen, ohne verantwortungsvolle Innovation auszubremsen.“
FAQ
Was hat die CFTC am 10. Juni vorgeschlagen?
Die CFTC hat am 10. Juni ihren ersten Vorschlag für Regeln zu Prediction Markets veröffentlicht und dabei Sports-Kontrakte auf aggregierte Ergebnisse wie Endstände, Gewinn-Verlust-Bilanzen und saisonlange Resultate zugelassen, während sie Kontrakte auf manipulierbare Ereignisse wie Spielerverletzungen und einzelne Spielszenen einschränkt.
Warum hat die CFTC Wahlkontrakte als kein Gaming klargestellt?
Die CFTC hat klargestellt, dass Wahl-Prediction-Contracts nicht als „Gaming“ im Sinne des Bundesrechts gelten, um die rechtliche Position politischer Märkte zu stärken, die mit regulatorischer Ungewissheit konfrontiert waren.
Wie geht es als Nächstes mit dem CFTC-Vorschlag weiter?
Der Vorschlag bleibt vor der Finalisierung für eine öffentliche Kommentierungsphase offen. Demokratische Abgeordnete haben die CFTC aufgefordert, Insiderhandel einzudämmen und während dieser Prüfphase bestimmte Event-Kontrakte zu verbieten.