Das südkoreanische Wertpapierhaus SK Securities hat innerhalb von 7 Tagen einen Research-Report veröffentlicht, in dem das Kursziel für Samsung Electronics auf 500.000 Won und für SK Hynix auf 3.000.000 Won angehoben wurde. Dabei wird betont, dass zwar beide Aktien in letzter Zeit bereits deutlich gestiegen sind, dass die Bewertung gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) jedoch sich weiterhin im unteren Bereich befindet. Ein Analyst stellte klar: Die Neubewertung im Bereich Speicher-Halbleiter hat gerade erst begonnen. Unter dem Wandel der nachfragegetriebenen Struktur durch KI unterscheidet sich auch die Investitionslogik der Speicherindustrie längst von zuvor.
(Der periodische Irrtum durchbrechen! Eine Formel, die die HBM-Nachfragestruktur zerlegt: Warum wird Speicher nur weiter steigen?)
SK Securities: Samsungs und Hynix’ Geschäftsergebnis 2027 mit einem Plus von bis zu 18%
Die Seoul Economic Daily berichtete, dass die heutige Erhöhung des Kursziels bei SK Securities im Grunde dazu dient, das zuvor wegen der durch den Krieg zwischen dem Iran und den USA ausgelösten Konjunktursorgen abgesenkte Ziel-KGV wieder auf das ursprüngliche Niveau zurückzuholen. Samsung Electronics und SK Hynix werden jeweils mit einem KGV von 13-fach bzw. 10-fach angesetzt, entsprechend der oberen Spanne seit 2025.
Bei den Gewinnprognosen haben die Analysten außerdem Samsungs Betriebsergebnis für 2026 um 3% auf 33,8 Billionen Won angehoben und bei SK Hynix um 4% auf 26,2 Billionen Won. Die Prognose für 2027 wurde noch deutlich stärker erhöht: Samsung Electronics soll um 18% auf 49,4 Billionen Won steigen, SK Hynix um 15% auf 37,6 Billionen Won.
Der Report betont, dass die zentrale Logik für den Kursanstieg der Speicheraktien in jüngster Zeit nicht nur aus einer Angebots-Nachfrage-Ungleichgewichts-Situation stammt. Stattdessen preist der Markt zunehmend ein, dass „die Gewinnstruktur für Speicher im KI-Zeitalter einer Neubewertung unterliegt“:
Früher war die Speicher-Nachfrage stark von Erneuerungszyklen der Geräte abhängig und eng mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung verknüpft. Heute, angesichts der enormen Nachfrage nach KI-Inferenz-Computing, ist Speicher zu einem zentralen Bauteil aufgerüstet, das direkt die KI-Performance und die Kosteneffizienz bestimmt. Damit hat sich die Stellung der Branche deutlich verbessert.
Zunehmende langfristige Lieferverträge, stabilere Nachfragerhythmen
Der Wandel in der Nachfragestruktur spiegelt sich auch direkt in der Form der Lieferverträge wider. SK Securities führt aus: Selbst in der Phase, in der die Speicherpreise rasant steigen, treiben Technologiekonzerne weiterhin aktiv Verhandlungen über langfristige Lieferverträge mit Laufzeiten von drei bis fünf Jahren voran. Das zeigt, dass die nachgelagerten Kunden die Bedeutung einer stabilen Speicherbelieferung deutlich stärker gewichten. Solche Langzeitverträge ermöglichen es Speicherherstellern, anhand von Kunden, Märkten und Konditionen differenzierter zu planen und die in der Vergangenheit häufig aufgetretenen starken zyklischen Schwankungen wirksam zu reduzieren. Das dürfte die Gewinnzahlen spürbar verbessern.
SK Hynix ist hierfür das beste Beispiel. Im vierten Quartal 2024 bis zum ersten Quartal 2025, obwohl die allgemeinen DRAM-Spotpreise rückläufig waren, blieb die DRAM-Ertragslage von SK Hynix solide. Genau hier zeigt sich die Wirkung langfristiger Verträge am deutlichsten. SK Securities prognostiziert, dass sich die Speicher-Nachfragezyklen schrittweise in einen neuen Typ verlagern werden: „Zyklen, die länger sind, und Schwankungen, die kleiner ausfallen.“
Analyst: KGV ist zu niedrig, 2027 wartet auf mehrere starke Katalysatoren
Obwohl die Logik der Neubewertung nach und nach die Zustimmung des Marktes findet, ist SK Securities der Ansicht, dass das aktuelle Bewertungsniveau nach wie vor zu niedrig ist. Die Analysten sagen: Selbst nach dem Kursanstieg haben Samsung Electronics und SK Hynix beim erwarteten KGV auf Basis der nächsten 12 Monate lediglich noch 6-fach bzw. 5,2-fach. Im Vergleich zu ihrer führenden Ertragskraft und der Stabilität der Geschäftsentwicklung unter globalen KI-Ideen-Aktien besteht klar ein Abschlag: „Angesichts der weiter zunehmenden Käuferstruktur bei südkoreanischem Speicher befindet sich die Phase der Entstehung der Attraktivität durch das niedrige Bewertungsniveau noch ganz am Anfang.“
(Aktienkurs explodiert um mehr als 41-fach innerhalb eines Jahres! Warum kann SanDisk unter zahlreichen KI-Ideen-Aktien herausstechen?)
Ausblick: SK Securities nennt mehrere Katalysatoren, die dazu beitragen werden, den Gewinn je Aktie (EPS) weiter nach oben zu revidieren und die Fortsetzung der Kurs-Neubewertung zu stützen:
Da die Speicherpreise auch im zweiten Quartal weiter stark sind, wird erwartet, dass im kommenden Jahr die Preise für alle Produkte mit High Bandwidth Memory (HBM) angehoben werden. Zudem werden die Gründe für Aktionärsrückflüsse durch die Verbreitung langfristiger Lieferverträge gestärkt, und auch angesichts der fortdauernden Angebotsknappheit im nächsten Jahr werden die Anpassung des Gewinns je Aktie (EPS) und der Prozess der Neubewertung (re-rating) auf Basis der nächsten 12 Monate an Fahrt gewinnen.
Am selben Tag zog auch Mirae Asset Securities nach: Das Unternehmen hob das Kursziel für Samsung Electronics um 25% auf 400.000 Won an und erklärte, dass es den zuvor angewendeten Bewertungs-Abschlagsfaktor entfernt habe. Grund dafür sei, dass sich die Anlegerstruktur verändert habe, was symbolisiert, dass institutionelle Großanleger mittlerweile mit einer insgesamt übereinstimmenden positiven Sicht auf den Speicher-Sektor umgeschwenkt seien.
Könnte dieser Artikel noch um weitere 90% steigen? SK Securities hebt die Kursziele für Samsung und Hynix an: Die Neubewertungs-Rallye im Speicherbereich beginnt gerade erst. Erste Hinweise kamen frühestens aus Chain News ABMedia.
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