BOE dürfte die Zinssätze beibehalten, aber die Unsicherheit über eine Zinserhöhung bleibt bestehen, da „Zweit-Runden-Effekte“ drohen

Laut einer Reuters-Umfrage und Prognosen großer Finanzinstitute, die im Vorfeld der Zinsentscheidung der Bank of England am 18. Juni veröffentlicht wurden, wird weithin erwartet, dass die Zentralbank die Zinssätze unverändert lässt. Von 25 befragten Ökonomen sagen 25 voraus, dass mindestens eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte weiterhin möglich ist, während sechs einen möglichen Rückgang prognostizieren. Mehrere Analysten, darunter Nomura Securities, gehen jedoch davon aus, dass im Juli oder September mögliche Zinserhöhungen erforderlich sein könnten, um die Inflationsrisiken zu mindern – insbesondere die sogenannten Second-Round-Effekte durch hohe Energiepreise, die mit Spannungen im Nahen Osten zusammenhängen. Die BOE steht damit vor einer Balance zwischen der Eindämmung von Sekundärinflationsdruck und der Vermeidung einer weiteren wirtschaftlichen Abkühlung.
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