
Binance gab in der vergangenen Woche eine Erklärung heraus und teilte mit, dass es dem Prüfprozess der Hellenic Capital Market Commission (HCMC) erfolgreich durchlaufen habe und die Anforderungen von MiCA erfüllt seien, bevor es die Prüfung bei umfassenderen europäischen Aufsichtsbehörden eingereicht habe; derzeit bleibe man weiterhin in Kontakt mit den europäischen Aufsichtsbehörden. Binance warnte zugleich, dass sich die Auswirkungen eines Problems im Erlaubnisverfahren über das eigene Geschäft von Binance hinaus erstrecken würden: Ein Rückgang des Wettbewerbs könnte zu einer niedrigeren Liquidität in der EU führen.
Laut einer Erklärung von Binance vom Dienstag stellt sich der von Binance geschilderte Fortschritt im MiCA-Prozess wie folgt dar: Binance gehe davon aus, dass es die Prüfung durch die HCMC bestanden habe und der Antrag den Anforderungen von MiCA entspreche; anschließend sei der Antrag zur Prüfung an umfassendere europäische Aufsichtsbehörden weitergeleitet worden und befinde sich derzeit noch im Verfahren. Binance erklärte, es halte fortlaufend Kontakt zu den zuständigen regionalen Aufsichtsbehörden und positioniere Europa erneut als „zentralen Bestandteil einer langfristigen Strategie“; zudem bekräftige man die Unterstützung eines gemeinsamen Aufsichtsrahmens innerhalb der EU.
Binance zufolge sei regulatorische Klarheit entscheidend, damit Nutzer die Lage besser verstehen, Unternehmen einfacher teilnehmen können und Innovationen gefördert werden.
Laut der Erklärung von Binance habe Binance in der zweiten Hälfte der vergangenen zwei Jahre mehr als 1.500 Compliance-Mitarbeiter eingestellt und zudem die interne Kontrolle verstärkt, um globale Vorschriften einzuhalten. Binance kommentierte Berichte, bei denen eine mögliche Ablehnung im Raum steht, nicht direkt; stattdessen habe man den Fokus auf die eigenen Compliance-Bemühungen und die Integrität im MiCA-Prozess gelegt.
In seiner Erklärung warnte Binance ausdrücklich, dass die Auswirkungen auf den Markt bei Problemen im Erlaubnisverfahren Folgendes umfassen könnten: ein Rückgang des Wettbewerbs, der zu niedrigeren Liquiditätsniveaus führt; die Verkleinerung des Spektrums an Dienstleistern, die Nutzer auswählen können; das Abwandern von Aktivitäten mit Kryptowährungen, Investitionen und Talenten aus dem EU-Markt. Binance betonte, dass Europa über viele Nutzer im Bereich Kryptowährungen verfüge und die Ergebnisse der Lizenzprüfung für die Marktteilnehmer vor Ort von großer Bedeutung seien.
Nein. Die Aussage von Binance lautet, dass der Antrag die Prüfung durch die HCMC bestanden habe und die Anforderungen von MiCA erfülle; anschließend sei der Antrag zur Prüfung an umfassendere europäische Aufsichtsbehörden weitergeleitet worden; eine endgültige Genehmigungsentscheidung sei noch nicht veröffentlicht worden. Zuvor hatte Reuters unter Berufung auf informierte Personen berichtet, dass die HCMC beabsichtige, den Antrag von Binance bis zum 30. Juni abzulehnen, doch Binance dementierte diese Darstellung.
Gemäß den Vorgaben von MiCA können nicht genehmigte Krypto-Unternehmen ab dem 1. Juli nicht mehr legal Dienstleistungen für EU-Kunden anbieten. Binance sagte, man werde Nutzer „weiterhin informieren und möglicherweise vor der Frist Ende Juni weitere Informationen sowie Optionen für das weitere Vorgehen teilen“, konkrete Pläne seien jedoch noch nicht veröffentlicht.
Laut Binance sei dies ein Teil der Maßnahmen, mit denen man sein Compliance-Engagement unter Beweis stellen wolle; die Erhöhung der Zahl der Compliance-Mitarbeiter entspreche jedoch nicht einer MiCA-Genehmigung. Die endgültige Genehmigungsentscheidung zu MiCA werde letztlich von der HCMC und den umfassenderen europäischen Aufsichtsbehörden auf Grundlage des Antraginhalts und der regulatorischen Bewertung getroffen.
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