
Der Block 記者 Gareth Jenkinson hat am 18. Juni auf X unter Berufung auf Nachrichtenquellen berichtet, dass die EZB-Präsidentin Christine Lagarde Griechenland direkt angewiesen habe, den MiCA-Lizenzantrag von Binance abzulehnen; laut Meldungen war Binance vor der Intervention bereits im Wesentlichen in einem frühen Stadium genehmigt worden. Binance habe sich mittlerweile auf Frankreich als einzig verbleibenden Weg zur Erlangung einer MiCA-Zulassung verlagert, aber noch keinen formellen Antrag eingereicht.
Laut öffentlich verfügbaren Informationen sieht der MiCA-Antragskontext von Binance wie folgt aus: Im Dezember 2025 gründete Binance die griechische Holdinggesellschaft Binary Greece als Grundpfeiler für die europäischen Aktivitäten; im Januar 2026 reichte Binance bei der griechischen HCMC den MiCA-Antrag formell ein. Eine MiCA-Zulassung kann in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten genutzt werden, und die Entscheidung Griechenlands hat entscheidende Bedeutung für die gesamten EU-Geschäfte von Binance.
Der 30. Juni ist die harte Stichtagsfrist für die MiCA-Übergangsphase. Alle Krypto-Unternehmen, die keine MiCA-Zulassung erhalten, dürfen ab dem 1. Juli keine Dienstleistungen mehr in der EU anbieten. Binance ist die weltweit umsatzstärkste Börse im Tageshandel, und ein Ausstieg aus der EU hätte erhebliche Auswirkungen auf den Betrieb.
Reuters hatte am 16. Juni unter Berufung auf zwei informierte Personen berichtet, dass die griechische HCMC den Antrag von Binance voraussichtlich vor der Stichtagsfrist am 30. Juni ablehnen wird.
Binance dementierte den Bericht in einer Blog-Erklärung und erklärte: In den vergangenen 18 Monaten habe Binance konstruktiv mit den Aufsichtsbehörden zusammengearbeitet; nach Angaben von Binance habe die HCMC die Prüfung des Antrags abgeschlossen und sei der Ansicht, dass er die Anforderungen von MiCA erfüllt; der Antrag sei zur Prüfung parallel bei der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) eingereicht worden, und die HCMC habe ebenfalls signalisiert, den Genehmigungsprozess vorantreiben zu wollen. Binance ergänzte, Europa sei der „Kern“ seines „langfristigen Plans“ und man sei weiterhin „bereit und in der Lage, im Rahmen eines wirklich einheitlichen MiCA-Regelwerks zu operieren“.
So lauten die Angaben der von Jenkinson auf der X-Plattform zitierten Quellen: Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde habe direkt angeordnet, dass Griechenland den MiCA-Antrag von Binance ablehne; vor dem Eingreifen der EZB habe Binance im Grunde bereits eine erste Zustimmung der griechischen Aufsichtsbehörde erhalten.
Es ist jedoch zu beachten, dass Jenkinsons Darstellung auf nicht namentlich genannten Quellen beruht. Bisher hat niemand aus EZB oder HCMC dazu eine offizielle Stellungnahme abgegeben; auch die EZB hat zu der Behauptung keine Antwort veröffentlicht. Jenkinson wies in seinem Post darauf hin: „Wenn die EZB am Ende im Hintergrund die Fäden zieht, ist das für Krypto keine gute Nachricht.“
Bisher liegt keine offizielle Verifizierung vor. Die Behauptung geht auf den The Block-Reporter Gareth Jenkinson zurück, der nicht namentlich genannte Quellen zitiert. Weder die EZB, noch die HCMC, noch Binance haben dazu eine bestätigende offizielle Stellungnahme veröffentlicht. Die HCMC verweigerte eine Bewertung mit Verweis auf Vertraulichkeitsvorschriften; die EZB hat noch nicht reagiert.
Nach den vorliegenden Berichten: Die ursprünglich erhoffte Griechenland-Route stehe Gerüchten zufolge vor einer Ablehnung; Cryptopolitan berichtete, dass Binance Frankreich als einzig verbleibenden Weg sieht, ihn jedoch noch nicht formell als Antrag eingereicht hat. Vor der Stichtagsfrist am 30. Juni sind die Optionen für Binance äußerst begrenzt.
Gemäß den MiCA-Vorgaben können nicht zugelassene Krypto-Unternehmen ab dem 1. Juli keine legalen Dienstleistungen mehr in der EU anbieten. Das bedeutet, dass Binance gezwungen wäre, den Handel und die entsprechenden Dienstleistungen für Nutzer in den 27 EU-Mitgliedsstaaten einzustellen, sofern man nicht über andere Übergangsvorkehrungen oder rechtliche Wege weiterarbeiten kann.
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