Laut Beating hat Nicholas Carlini, ein führender Sicherheitsexperte bei Anthropic, seine Position nach einem radikalen Wandel nach dem Test des neuen Mythos-Modells des Unternehmens deutlich verändert. Zuvor war er vor allem dafür bekannt, KI-Sicherheitsverzögerungen zu kritisieren. Carlini entdeckte jedoch, dass Mythos in nur wenigen Tagen 479 Linux-Kernel-Schwachstellen identifizierte – Fehler, die er selbst nie gefunden hatte – und Angriffscode automatisch generierte. In Sorge über die Risiken schickte er zunächst eine Warnnotiz, in der er das Unternehmen aufforderte, die Veröffentlichung zu verschieben.
Die Entdeckung der Schwachstellen löste in der Sicherheits-Community weitreichende Alarmstimmung aus und wurde als „Bugmageddon“ bezeichnet. Bis April 2026 waren durch Angreifer, die neu entdeckte Schwachstellen ausnutzten, über 700 Websites kompromittiert. Nachdem Amazons CEO Andy Jassy das Weiße Haus vor Jailbreak-Schwachstellen in einem konkurrierenden Modell gewarnt hatte, verhängte die Administration ein Notfall-Ausfuhrverbot für Anthropic. Carlini wurde jedoch anschließend nach Washington entsandt, wo er als Lobbyist des Unternehmens auftritt. Dort argumentiert er nun gegenüber Regierungsvertretern, dass die Freigabe einer gesicherten Version sicherer sei, als das Modell wegzusperren.