Laut der aktuellen Umfrage des World Gold Council erwarten 45 % der Zentralbanken, dass sie ihre Goldreserven in diesem Jahr aufstocken werden – der höchste jemals verzeichnete Wert –, während 89 % in den nächsten zwölf Monaten mit einem weiteren Anstieg der globalen Zentralbankbestände rechnen. Dies spiegelt die anhaltende Nachfrage wider, obwohl Gold mit 5.600 US-Dollar pro Unze ein Allzeithoch erreicht hat.
Die Analysten von Société Générale warnten jedoch, dass geopolitische Spannungen im Nahen Osten und Störungen auf den Energiemärkten die kurzfristigen Käufe dämpfen könnten. Die französische Bank erwartet, dass die Zentralbanken in der verbleibenden Zeit des Jahres 2026 zwischen 100 und 120 Tonnen Gold kaufen werden – etwa das Doppelte des in den ersten vier Monaten verzeichneten Volumens –, gestützt durch britische Handelsdaten und die Bestände der London Bullion Market Association.