
Morgan Stanley hat am Dienstag bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC die aktualisierte S-1-Registrierungsanmeldung für das vorgeschlagene börsengehandelte Produkt eingereicht und Coinbase Custody sowie die Bank of New York Mellon (BNY) offiziell als doppelte Verwahrer für seinen Bitcoin-ETF benannt. Als sechstgrößte Bank in den USA war Morgan Stanley zuvor in der Krypto-Branche eher vorsichtig aktiv, und Analysten beschrieben den Antrag zuvor als „schockierend“.
(Quelle: SEC)
Laut der aktualisierten S-1-Datei nutzt der Morgan Stanley Bitcoin Trust eine Doppelinstitutionen-Architektur:
Coinbase Custody: Hauptverwahrer und Hauptbroker, verantwortlich für die Verwahrung und Ausführung von Bitcoin-Spot-Transaktionen
Bank of New York Mellon (BNY): Übernimmt gleichzeitig die Funktionen des Fondsmanagers, Transaktionsagenten und Cash-Depositars und bietet umfassende Unterstützung im traditionellen Finanz-Backend
Der Morgan Stanley Bitcoin Trust wird den Bitcoin-Spot-Preis direkt abbilden, was mit bestehenden Spot-Bitcoin-ETFs am Markt übereinstimmt und keine Derivate-Exposure beinhaltet. Derzeit verwaltet Morgan Stanley etwa 20 ETFs, von denen nur zwei nach seiner Marke benannt sind. Sollte der Bitcoin-Trust genehmigt werden, würde dies eine bedeutende Erweiterung seiner eigenen Marken-ETFs darstellen.
In diesem Fall wurde Coinbase als Hauptverwahrer für den Morgan Stanley Bitcoin ETF benannt, was seine führende Rolle im US-Markt für Bitcoin-Spot-ETFs bestätigt. Abgesehen von Fidelity, das eigene Verwahrungsdienste nutzt, sind die meisten führenden US-Spot-Bitcoin-ETFs auf Coinbase als Hauptverwahrer angewiesen.
Seit der offiziellen Zulassung des Spot-Bitcoin-ETFs im Januar 2024 ist diese Produktkategorie eine der am schnellsten wachsenden in der Finanzgeschichte geworden. Die Vermögenswerte des Bitcoin Trusts von BlackRock haben mehrfach Meilensteine erreicht. Sollte Morgan Stanley die SEC-Genehmigung erhalten, würde dies einen neuen großen Akteur mit einer breiten Kundenbasis im Vermögensmanagement in den Markt bringen, was nicht nur die Asset-Management-Größe betrifft, sondern auch die Öffnung institutioneller Vermögensverwaltungswege.
Diese S-1-Aktualisierung ist kein isolierter Schritt. Bereits Anfang des Jahres hat Morgan Stanley die erfahrene Führungskraft Amy Oldenburg in eine neu geschaffene Position berufen, um die Digital-Asset-Strategie des Unternehmens auszubauen. Zudem hat Morgan Stanley bei der SEC die Börsenzulassung für den Morgan Stanley Solana Trust beantragt, was zeigt, dass die Digital-Asset-Strategie nicht nur auf Bitcoin beschränkt ist. Bis zum Redaktionsschluss wurde die S-1-Datei des Solana Trust noch nicht aktualisiert, der Stand des Antrags ist unklar.
Warum verwendet Morgan Stanley für den Bitcoin-ETF eine Doppelverwahrungsstruktur?
Die Doppelverwahrungsarchitektur trennt die professionelle Verwahrung der Krypto-Assets (Coinbase Custody) von den traditionellen Finanz-Backend-Diensten (BNY). Dies gewährleistet die Sicherheit der Bitcoin-Spot-Bestände und bietet gleichzeitig regulatorische Compliance durch traditionelle Banken, was den Standards für institutionelle ETF-Infrastrukturen entspricht.
Warum nennen Analysten den Antrag von Morgan Stanley auf einen Bitcoin-ETF „schockierend“?
Morgan Stanley war bisher in der direkten Krypto-Strategie eher zurückhaltend, im Vergleich zu aktiv voranschreitenden Institutionen wie BlackRock oder Fidelity. Die späte Entscheidung und die vorsichtige Herangehensweise haben den Markt überrascht.
Wann wird der Morgan Stanley Bitcoin-ETF genehmigt?
Derzeit befindet sich die S-1-Datei im Aktualisierungsprozess. Das endgültige Genehmigungsverfahren liegt bei der SEC. Basierend auf früheren Zulassungen für Spot-Bitcoin-ETFs im Jahr 2024 dauert die Prüfung in der Regel mehrere Monate, und die endgültige Entscheidung hängt von der Bewertung der Vollständigkeit und Konformität der Antragsunterlagen durch die SEC ab.
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