Der instabile Nahe Osten führt zu einem Anstieg des USD/KRW-Wechselkurses und nähert sich 1500 KRW. Am 4. Tag stieg der Wechselkurs am Seoul Forex-Markt im Vergleich zum Vortag um 14,2 KRW auf 1480,3 KRW. Dies ist der höchste Stand in den letzten Jahren, und der Aufwärtstrend dürfte anhalten.
Der Hauptgrund für den Anstieg des Wechselkurses ist die Verschlechterung des Welthandels nach den Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran sowie die Blockade des Hormuzstrahls, die zu einem Anstieg der internationalen Ölpreise und damit zu Inflation führt. Da diese geopolitischen Risiken anhalten, steigt die Nachfrage nach sicheren Anlagen wie dem US-Dollar, was den Dollar stärkt und den Wechselkurs weiter nach oben treibt.
Experten im Devisenmarkt prognostizieren, dass sich die Lage kurzfristig kaum beruhigen wird. Besonders der massive Verkauf inländischer Aktien durch ausländische Investoren und die schnelle Rückführung der Gelder sind weitere Faktoren für den Anstieg des Wechselkurses. Wenn der Kapitalabfluss aus dem Ausland anhält, ist ein weiterer Anstieg des Wechselkurses wahrscheinlich.
Sollte der Iran-Krieg sich verlängern, könnten die durch die Blockade des Hormuzstrahls verursachten Handelsverluste und der Anstieg der internationalen Ölpreise das globale Wirtschaftswachstum bremsen. Die Bank of Korea erwartet in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,0 % und einen internationalen Ölpreis von etwa 65 USD pro Barrel, doch die aktuellen Ölpreise liegen bereits bei 81,4 USD, was den Preisdruck erhöht.
Dennoch halten Experten eine Marke von 1500 KRW als “neuen Normalzustand” für unwahrscheinlich. Langfristig wird erwartet, dass die aktuellen Volatilitäten durch Interventionen der Devisenbehörden oder eine wirtschaftliche Erholung abnehmen und sich die Lage stabilisiert. Der Markt rechnet damit, dass die Devisenbehörden aktiv Maßnahmen zur Stabilisierung ergreifen, was auf eine mögliche Verringerung der zukünftigen Wechselkursschwankungen hindeutet.