Im Januar dieses Jahres verzeichnete die gesamte Industrieproduktion nach einer dreimonatigen Phase des Rückgangs aufgrund der Produktionsanpassungen in der Halbleiterbranche erneut einen Abwärtstrend. Gleichzeitig stiegen die Konsumausgaben weiterhin an, wobei die Investitionen in Halbleiterfertigungsanlagen aufgrund der Erweiterung der Anlagen deutlich zunahmen.
Laut den Daten des nationalen Statistikamts lag der Produktionsindex der gesamten Industrie im Januar bei 114,7, was einem Rückgang von 1,3 % im Vergleich zum Vormonat entspricht. Dieser Wert spiegelt die Produktionsaktivitäten aller Branchen im Land wider. Besonders im Bereich Halbleiter sank die Produktion um 4,4 %, was den Rückgang beeinflusste. Dieser Rückgang ist auf den Basiseffekt der im letzten Quartal des Vorjahres stark gestiegenen Halbleiterproduktion zurückzuführen. Trotz guter Exportzahlen zeigt die Produktion insgesamt einen Abwärtstrend.
Die Einzelhandelsumsätze sind zwei Monate in Folge gewachsen. Während die Produktion im Dienstleistungssektor unverändert blieb, stiegen die Einzelhandelsumsätze aufgrund erhöhter Verkäufe von Kleidung, Kommunikationseinrichtungen und Kosmetika zwei Monate in Folge. Besonders im Bereich Kommunikationseinrichtungen förderte die Aufhebung der Vertragsstrafen bei KT die Nachfrage nach Gerätewechseln, was den Verkauf ankurbelte. Bei den Investitionen war die Erweiterung der Investitionen in Halbleiterfertigungsanlagen besonders auffällig; dies ist die erste positive Wachstumsphase bei Anlageninvestitionen seit September letzten Jahres.
Auf der anderen Seite ist die Fertigstellung von Bauprojekten deutlich zurückgegangen, während die Auftragswerte im Bauwesen erheblich gestiegen sind, was auf eine mögliche Erholung der Baukonjunktur hindeutet. Die Auftragswerte im Bauwesen stiegen sowohl im Wohnungs- als auch im Eisenbahnbau um 35,8 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Die Regierung hofft insgesamt auf eine Verbesserung der industriellen Aktivitäten, beobachtet jedoch aufmerksam die potenziellen Auswirkungen der instabilen Lage im Nahen Osten auf die Wirtschaft. Besonders bereitet man sich auf eine mögliche langfristige Verschärfung der Situation vor, die durch steigende Ölpreise die Preise beeinflussen könnte. Die zukünftige Marktentwicklung wird wahrscheinlich von den Entwicklungen im Nahost-Konflikt und deren Auswirkungen auf die globale Wirtschaft abhängen.