Amerika-Iran-Konflikt belastet US- und taiwanische Aktienmärkte, TSMC fällt unter 1.900 USD, Edelmetalle korrigieren zeitweise, Bitcoin hingegen steigt gegen den Trend auf 68.000 USD. Trotz des Ölpreis-Anstiegs, der die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im März nahezu ausschließt, stützt ein Nettozufluss von 1,5 Milliarden USD in ETFs die Kryptowährungspreise.
Die anhaltende Unsicherheit im Krieg zwischen den USA und Iran sorgt für Marktvolatilität, gestern schlossen die US-Indizes alle im Minus, was sich auf die asiatischen Märkte auswirkte.
Laut 《Liberty Finance》 eröffnete der taiwanische Aktienmarkt heute (4.3.) mit einem Rückgang, der Leitindex TSMC fiel um 40 USD und fiel unter die 1.900 USD-Marke, mit einem Eröffnungskurs von 1.895 USD. Der taiwanische Weighted Index eröffnete mit einem Minus von 94,9 Punkten bei 34.228,75 Punkten.
Durch den Rückgang von TSMC sanken die Kurse in den Bereichen Elektronik, traditionelle Industrie und Finanzen stark ins Minus, nur wenige Sektoren wie Schifffahrt, Öl und Elektrizitätsversorgung sowie Elektronikhandel konnten gegen den Trend steigen.
Während die traditionellen Finanzmärkte Verkäufe verzeichnen, zeigt sich der Kryptowährungsmarkt widerstandsfähig.
Laut 《Decrypt》 und 《CoinDesk》 übertrafen die Bitcoin-Preise ($BTC) die wichtigsten US-Aktienindizes, da Investoren die mögliche Verlängerung des Konflikts zwischen den USA und Iran bewerten.
Der Bitcoin-Kurs liegt derzeit bei etwa 68.062 USD, nahezu unverändert in den letzten 24 Stunden, hat seit US-Börsenöffnung jedoch etwa 2.000 USD zugelegt. Gestern fiel er kurzzeitig auf 66.160 USD, erholte sich aber anschließend stark.
Gleichzeitig, trotz zunehmender geopolitischer Spannungen, erholen sich traditionelle sichere Anlagen zeitweise.
Laut 《Yahoo Finance》 fiel der Goldpreis kurzfristig um 3,6 % auf etwa 5.119 USD pro Unze, hat sich inzwischen auf 5.188 USD erholt. Silber fiel noch stärker um ca. 6,2 % auf etwa 83 USD pro Unze.
Gestern kündigte US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus an, dass die USA nach dem Tod des iranischen Oberhaupts Khamenei weiterhin gegen den Iran vorgehen und weitere iranische Führungspersonen ins Visier nehmen werden.
Die angespannte Lage im Nahen Osten wirkt sich direkt auf die globale Energieversorgung aus. Der OTC-Trade-Manager von Wintermute, Jake Ostrovskis, erklärte in einem Bericht, dass der wichtigste Indikator für Kryptowährungen derzeit der internationale Ölpreis sein könnte.
Laut 《Yahoo Finance》 stieg der Brent-Ölpreis gestern um 4,5 % auf 81 USD pro Barrel, aktuell liegt er bei 82,07 USD. Wenn der Brent-Preis mehrere Tage über 80 USD bleibt, wird die Argumentation einer wieder aufkommenden Inflation klarer, was die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die Federal Reserve im nächsten Meeting zunichtemachen würde.
Gleichzeitig zeigt der CME FedWatch-Index nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 2,6 %, dass die Fed bei der nächsten Sitzung den Leitzins um eine Rate senkt.
Laut 《Cointelegraph》-Analyst Marcel Pechman stieg der US-Dollar-Index gestern auf 99,4, höher als vor drei Wochen bei 96,6. Der Hauptgrund für die Stärke des Dollars ist die Flucht in Bargeld und Staatsanleihen.
Historische Daten zeigen, dass schwache Dollar-Phasen oft zu positiven Renditen bei Bitcoin führen, beispielsweise im Bull-Markt von März bis August 2025.
Allerdings ist die 30-Tage-Korrelation zwischen Bitcoin und dem Nasdaq 100 Index von einem Hoch von 92 % vor einer Woche auf 69 % gefallen.** Pechman meint, dass sich die Marktpositionierung von Bitcoin ständig wandelt, und eine reine Stärke des Dollars reicht nicht aus, um einen Crash bei Bitcoin vorherzusagen.
SoSoValue-Daten zeigen, dass seit dem 24. Februar Nettozuflüsse in Bitcoin-Spot-ETFs in Höhe von 1,5 Milliarden USD geflossen sind, was auf eine zunehmende institutionelle Nachfrage hinweist.** Dennoch erwarten Händler, dass man erst nach einem klaren Durchbruch über 75.000 USD bei Bitcoin den Bärenmarkt für beendet erklärt.**
Vor Erreichen dieses Ziels könnten makroökonomische Indikatoren wie der US-Dollar-Index weiterhin Druck auf den Bitcoin-Preis ausüben, auch wenn die Korrelation momentan schwächer ist.
Weiterführende Literatur:
Notfall-Hedging mit Kryptowährungen? Iranische Börsen verzeichnen innerhalb weniger Minuten einen Anstieg der Abflüsse um 700 % nach US- und Iran-Luftangriffen
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