Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat auf der Social-Manguage-Plattform X eine wichtige Erklärung abgegeben, die die zukünftige Entwicklungsrichtung von Ethereum festlegt. Angesichts der globalen Regulierungserweiterungen und der Befürchtungen über Unternehmensmonopole ruft er Blockchain-Entwickler dazu auf, nicht blind dem Streben nach dem nächsten Apple oder Google zu folgen. Stattdessen sollte sich das Ethereum-Ökosystem auf den Aufbau von „Sanctuary Technologies“ konzentrieren, um die Privatsphäre und digitale Autonomie der Nutzer zu schützen.
Vitalik setzt auf Kernwerte statt auf Großkonzern-Modelle
In seinem Beitrag gibt Vitalik offen zu, dass die Öffentlichkeit im vergangenen Jahr zwei große Themen tief beunruhigt haben: Erstens die Verschlechterung der globalen Lage, inklusive staatlicher Überwachung und Unternehmensmonopolen; zweitens, dass Ethereum bei der Verbesserung digitaler Freiheit und Privatsphäre scheinbar abwesend ist. Er erklärt, dass Ethereum angesichts globaler Machtausweitung keine Rolle bei der tatsächlichen Verbesserung des Lebens spielen konnte, was die Community schwer belastet. Im Gegensatz dazu seien Werkzeuge wie Starlink, lokale Open-Source-Sprachmodelle (LLMs) und Signal besser geeignet, um das aktuelle Bedürfnis nach „Befreiungstechnologie“ zu erfüllen.
Vitalik Buterin betont, dass die Kryptoindustrie nicht nur als Technologiebranche gesehen werden sollte, die auf „Effizienz und Glanz“ abzielt. Er ruft Entwickler dazu auf, das Geschäftsmodell von Apple oder Google nicht nachzuahmen, um eine übermäßige Kommerzialisierung und den Verlust der Dezentralisierung zu vermeiden. Der Kernwert von Ethereum liegt darin, einen geteilten digitalen Raum zu schaffen, der frei von Kontrolle durch einzelne Entitäten ist, um die Sicherheit und Autonomie der Nutzer in Zeiten äußerer Drucke zu gewährleisten.
Ablehnung reiner Finanzfokussierung und Weltrettungs-Mythen
Was die zukünftige Entwicklung betrifft, so gibt es Stimmen, die vorschlagen, den Fokus vollständig auf den Finanzbereich zu legen. Doch Vitalik hält diese Ansicht für zu oberflächlich. Er betont, dass ein rein anti-Inflations-finanzielles System die tiefgreifenden Sorgen der Menschen über die Funktionsweise der Welt nicht lösen könne. Zudem warnt er davor, dass Ethereum nicht versuchen sollte, die Welt „zu retten“, da eine zu starke Expansion seine Entwicklung in eine zentralisierte politische Machtform treiben könnte. Dies widerspricht dem Wesen dezentraler Gemeinschaften, und Ethereum sei kein einziges Werkzeug zur Lösung globaler Probleme.
Aufbau von Sanctuary Technologies und De-Totalisierung
Um die aktuelle Lage zu überwinden, schlägt Vitalik vor, dass die Community sich als Ökosystem für „Sanctuary Technologies“ positioniert. Diese Open-Source-Technologien sollen gegen äußeren Druck schützen und es der breiten Masse ermöglichen, sicher zu leben und Vermögenswerte zu verwalten. Er betont, dass das Ziel nicht darin besteht, die Welt mit Blockchain neu zu gestalten, sondern die „De-Totalisierung“ voranzutreiben – also zu verhindern, dass irgendeine Kraft absolute Kontrolle über die Menschheit erlangt. In chaotischen Zeiten soll eine „digitale Stabilitätsinsel“ geschaffen werden, die eine unweaponisierte gegenseitige Abhängigkeit fördert.
Schaffung eines Eigentumsfreien digitalen Raums und eines Full-Stack-Ökosystems
Vitalik ist der Ansicht, dass Ethereum die Rolle eines Eigentumsfreien „digitalen Raums“ spielen sollte, der dauerhafte soziale Verträge wie Multi-Sign-Wallets und Marktforschungsstrukturen bietet. Er fordert die Branche auf, den Geschäftsansatz von Apple oder Google aufzugeben und stattdessen auf die Entwicklung eines Eigentumsfreien, geteilten Raums zu setzen. Zukünftig sollte das Ziel ein „Full-Stack-Ökosystem“ sein, das KI-Anwendungen integriert, Betriebssysteme und Hardware-Sicherheit umfasst. Das Ökosystem muss letztlich genau die Nutzer bedienen, die am dringendsten Schutz durch Sanctuary Technologies benötigen, und gemeinsam mit Partnern voranschreiten.
In diesem Artikel plädiert Vitalik für Sanctuary Technologies, wobei Ethereum sich weigert, das nächste Google zu werden. Er wurde erstmals bei Chain News ABMedia veröffentlicht.
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