Südkoreas Aktienmarkt hat in letzter Zeit erhebliche Schwankungen erlebt. Der Kospi-Index verzeichnete an zwei aufeinanderfolgenden Handelstagen deutliche Verluste und erreichte den größten Tagesverlust seit 2008. Aufgrund der kurzfristigen starken Kursrückgänge wurde sogar eine Handelsunterbrechung ausgelöst, was auf eine hohe Volatilität bei den Optionspreisen in den letzten Jahren hinweist. Auch der taiwanesische Aktienmarkt wurde betroffen, TSMC fiel direkt unter 1900 NT$, der Weighted Index sank um 1200 Punkte, ein Rückgang von über 3,5 %.
Südkoreas Aktienmarkt fällt zwei Tage in Folge, Auslösung der Kursaussetzung
Aufgrund der angespannten Lage im Nahen Osten verzeichnete der Kospi-Index in Südkorea an zwei aufeinanderfolgenden Handelstagen erhebliche Verluste und nähert sich den größten Zwei-Tages-Rückgängen seit 2008. Nach einem Rückgang von 8 % bei beiden Indizes, dem Korea Composite Stock Price Index (Kospi) und dem Korea Startup Index (KOSDAQ), wurde die Kursaussetzung ausgelöst, und der Handel wurde für 20 Minuten pausiert.
Der Rückgang des südkoreanischen Aktienmarktes wurde hauptsächlich von großen Blue-Chip-Unternehmen wie Samsung Electronics und SK Hynix angeführt. Diese Firmen profitierten in der Vergangenheit vom KI-Boom und Unternehmensreformen und verzeichneten fast 50 % Kursanstieg. Mit der Abschwächung der globalen Risikobereitschaft und der Kapitalflucht aus hoch bewerteten, liquiden Anlagen ziehen Investoren ihre Gelder ab. Die Netto-Verkaufspositionen ausländischer Investoren deuten auf eine Anpassung der Asset-Allokation durch institutionelle Anleger hin, was die Volatilitätsindizes in Südkorea auf ein Niveau seit 2020 steigen ließ.
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Makroökonomische und geopolitische Doppelwirkungen
Aus makroökonomischer Sicht ist die steigende Ölpreisentwicklung infolge des Nahost-Konflikts der zentrale Faktor, der die Marktstimmung verändert. Südkorea, als achtgrößter Ölverbraucher der Welt, sieht sich durch steigende Energiekosten nicht nur mit höheren Unternehmenskosten konfrontiert, sondern auch mit zunehmendem Inflationsdruck im Inland. Zudem befürchten Märkte, dass die US-Notenbank (Fed) ihre geldpolitische Lockerung verzögern könnte. In Kombination mit Inflationserwartungen und Unsicherheiten bei den Zinssätzen bewerten Investoren die Marktaussichten neu, was zu einem schnellen Kapitalabzug und Positionsschließungen führt.
Trotz des Rückgangs des Gesamtmarktes zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Branchen. Aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten profitieren Verteidigungs- und Rüstungsunternehmen, deren Aktienkurse teilweise um mehr als 25 % steigen. Dies spiegelt wider, dass bei systemischen Risiken Kapital in defensive Branchen umgeschichtet wird. Schiffbau, Verteidigung und verwandte Sektoren könnten künftig weiterhin als Profiteure der globalen Lieferkettenumstrukturierung und geopolitischer Strategien gelten.
Taiwans Aktienmarkt fällt um Tausend Punkte, TSMC fällt unter 1900 NT$
Auch der taiwanesische Aktienmarkt wurde getroffen. TSMC (2330) fiel beim Handelsbeginn direkt unter 1900 NT$, das Tief lag bei 1880 NT$. Der Weighted Index sank um 1200 Punkte, ein Rückgang von über 3,5 %, wobei TSMC die Verluste anführte. Elektronik-, Traditions- und Finanzwerte verzeichneten starke Verluste, während nur wenige Sektoren wie Schifffahrt, Öl und Gas sowie Elektronikhandel gegen den Trend zulegten.
Der Weighted Index fiel unter die 5- und 10-Tage-Durchschnittslinien, was die Marktstimmung deutlich auf eine vorsichtige Haltung umschlagen ließ.
Dieser Artikel über den plötzlichen Einbruch des südkoreanischen Aktienmarktes mit Kursaussetzung, den Rückgang des taiwanesischen Marktes um über tausend Punkte und den Fall von TSMC unter 1900 NT$ wurde zuerst bei Chain News ABMedia veröffentlicht.