Bitcoin befindet sich derzeit in einer sensiblen Phase nach einem längeren Abschwung. Allerdings deuten zahlreiche positive Signale aus der Makroökonomie und On-Chain-Daten auf eine starke Trendwende hin. Viele Analysten sind optimistisch und prognostizieren, dass Bitcoin in den kommenden Monaten eine mittelfristige Erholungsphase einleiten könnte.
Hier sind die drei Hauptgründe, warum Experten an dieses Erholungsszenario glauben:
Einer der wichtigsten Faktoren, der die Erholungserwartungen für Bitcoin antreibt, ist das Wachstum des vom Institute for Supply Management (ISM) veröffentlichten Manufacturing PMI. Laut dem neuesten Bericht erreichte der PMI im Februar 2026 52,4 %, leicht niedriger als die 52,6 % im Vormonat, aber immer noch über den Markterwartungen von 51,8 %.
Bemerkenswert ist, dass dies der zweite Monat in Folge ist, in dem der Index die 50er-Marke übertrifft, was das Ende einer drei Jahre andauernden Rezession im US-amerikanischen Produktionssektor markiert. Diese Verbesserung spiegelt ein günstigeres wirtschaftliches Umfeld wider, in dem Investoren bereit sind, höhere Risiken einzugehen. Dies könnte den Weg für Kapitalflüsse in risikoreichere Anlagen wie Bitcoin ebnen.
Der Analyst Joe Consorti betonte die Korrelation zwischen dem PMI und dem Bitcoin-Preis in früheren Zyklen und sagte, dass die aktuelle Entwicklung ein Zeichen für eine Trendwende sein könnte.
„Historisch stimmt dies oft mit den Anfangsphasen eines Bullenmarktes für Bitcoin überein, außer im Jahr 2022“, teilte Joe Consorti mit.
Ein weiteres Signal, das das Vertrauen in eine Erholung von Bitcoin stärkt, ist das sogenannte Inter-Exchange Flow Pulse (IFP). Der Analyst CW meint, dass sich auf diesem Index allmählich ein „Golden Cross“ bildet, was auf den Beginn eines neuen Aufwärtstrends hindeutet.
Laut CryptoQuant – einer Plattform für On-Chain-Datenanalyse – misst der IFP den Bitcoin-Fluss zwischen Spot- und Derivatemärkten. Dieser Indikator ist wichtig, um die Marktstimmung zu bewerten.
Genauer gesagt, wenn große Mengen Bitcoin auf Derivatemärkte transferiert werden, deutet dies auf eine Aufwärtsphase hin, da Trader Bitcoin für Long-Positionen verwenden. Umgekehrt signalisiert ein Abfluss von Bitcoin von Derivaten zu Spotbörsen eine Abwärtsphase, weil Trader ihre Long-Positionen schließen und das Risiko reduzieren.
Entwicklung des Bitcoin-Handelsflusses zwischen den Börsen | Quelle: CryptoQuantIn früheren Zyklen trat dieses „Golden Cross“-Signal vor starken Erholungen zwischen 2023 und 2025 auf. Nach einem Jahr der Korrektur rückt das Golden Cross immer näher. Wenn es bestätigt wird, könnte dies ein Zeichen dafür sein, dass Bitcoin bald in einen neuen Aufwärtstrend eintritt.
„Das Golden Cross beim IFP von Bitcoin steht kurz bevor. Nach einem Jahr der Korrektur ist der Preis bereit, wieder zu steigen. Alle, macht euch bereit“, sagte CW.
Ein weiteres Element, das die Analysten optimistisch stimmt, ist die Tatsache, dass Bitcoin fünf Monate in Folge rote Kerzen verzeichnet hat – ein äußerst seltenes Phänomen in der Geschichte. Im Februar 2026 markiert den fünften Monat in Folge, in dem Bitcoin mit einem niedrigeren Schlusskurs schloss als im Vormonat.
Historisch ist dies nur einmal vorgekommen, nämlich in den Jahren 2018–2019, als Bitcoin sechs Monate in Folge rote Kerzen verzeichnete. Nach dieser Phase erholte sich der Bitcoin-Preis stark, mit fünf Monaten in Folge grüner Kerzen und einem Anstieg um über 300 %, von etwa 3.400 USD auf 14.000 USD.
Obwohl die historischen Daten begrenzt sind, deuten längere Phasen roter Kerzen oft darauf hin, dass der Verkaufsdruck nachlässt. Wenn die Nachfrage wieder steigt, könnte eine starke Trendwende erfolgen.
„Fünf oder sechs Monate in Folge rote Kerzen sind nicht mehr relevant, da der Großteil des Abschwungs vorbei ist. Das gesamte Aufwärtspotenzial liegt noch vor uns“, betonte der Analyst Satoshi Flipper.
Monatliche Bitcoin-Preisentwicklung | Quelle: Coinglass
Die genannten Signale, im historischen Kontext betrachtet, haben bereits längere Aufwärtstrends bestätigt. Ein aktueller Bericht von BeInCrypto untermauert zudem die Ansicht, dass Bitcoin sich am Tiefpunkt befindet und bereit für eine Erholung ist. Dennoch warnen Experten, dass der Markt vor einer weiteren tiefen Korrektur stehen könnte, bevor er in einen neuen Aufwärtstrend eintritt.
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