Der Verkauf von Hypothekendarlehen ist stark gestiegen, was auf die jüngsten verschärften Kreditbedingungen der Geschäftsbanken zurückgeführt wird. Bis Januar 2026 erreichte der Neuzugang bei Hypothekendarlehen 24.147 Milliarden Won, das höchste Niveau seit November 2023.
Hypothekendarlehen sind langfristige, festverzinsliche Wohnungsbaudarlehen, die von der Housing Finance Corporation angeboten werden und wegen ihrer Stabilität bei Kreditnehmern, die Sicherheit suchen, beliebt sind. Sie können beantragt werden, wenn das gemeinsame Jahreseinkommen des Ehepaars unter 70 Millionen Won liegt und der Immobilienpreis unter 600 Millionen Won. Der Markt sieht, dass mit dem Ende des Zyklus der Leitzinskürzungen Anfang dieses Jahres die Marktzinssätze steigen, was die Nachfrage nach vergleichsweise niedrigen Hypothekenzinsen erhöht. Tatsächlich sind die Renditen für fünfjährige Bankanleihen von 3,499 % Ende Dezember 2025 auf 3,715 % Ende Januar 2026 gestiegen.
Auf der anderen Seite ist die Zahl der neuen Hypothekenverträge im gleichen Zeitraum stark auf 939 gesunken. Das ist der niedrigste Wert seit Januar 2025. Der Rückgang bei den Neuabschlüssen liegt darin begründet, dass die Erwartungen an steigende Immobilienpreise nicht aufrechterhalten werden konnten, was die Tendenz verstärkte, die Beantragung von Hypotheken aufzuschieben. Der Index der Immobilienpreis-Erwartungen lag im Januar 2026 bei 124, fiel im Februar jedoch deutlich auf 108, was auf eine Verschlechterung der Aussichten für den Immobilienmarkt hindeutet.
Dieser Trend deutet darauf hin, dass die Kreditnehmer angesichts der zunehmend strengen Bedingungen bei Hauskrediten aktiv nach attraktiveren Zinssätzen suchen werden. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass bei größerer Volatilität der Immobilienpreise das Interesse an kurzfristigen Krediten, die für die sofortige Kapitalbeschaffung genutzt werden, im Vergleich zu den für die Altersvorsorge vorgesehenen Hypothekendarlehen weiter steigen wird.