
Obwohl die Stimmung auf dem Kryptowährungsmarkt weiterhin schwach ist, gaben die Analysten des von General Manager Nikolaos Panigirtzoglou geleiteten Teams in ihrem neuesten Bericht an, dass die US-Gesetzgebung für Marktstrukturen (das „CLARITY-Gesetz“) wahrscheinlich Mitte 2026 genehmigt wird und als positiver Katalysator für die zweite Jahreshälfte des Kryptowährungsmarktes fungieren könnte. JPMorgan bekräftigte zudem das langfristige Kursziel für Bitcoin bei 266.000 US-Dollar.
Das „CLARITY-Gesetz“ zielt darauf ab, einen umfassenden Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte in den USA zu schaffen. Das Repräsentantenhaus hat das Gesetz vorangetrieben, der Senat befindet sich noch in Diskussion. Derzeit gibt es zwei zentrale Hindernisse, die den Gesetzgebungsprozess verzögern:
Derzeit organisiert das Weiße Haus mehrfach geschlossene Verhandlungen zwischen Krypto-Unternehmen und Bankvertretern. Beide Seiten befinden sich noch im Gespräch über Kernstreitpunkte, Kompromisse sind möglich.
Die Analysten von JPMorgan haben die positiven Katalysatoren aufgelistet, die eintreten, wenn das „CLARITY-Gesetz“ verabschiedet wird. Die vier wichtigsten direkten Markteinflüsse sind:
Zwei-Regulierungsrahmen: Token werden in „digitale Waren“ unter der Aufsicht der CFTC und „digitale Wertpapiere“ unter der SEC eingeteilt; das „Großeltern-Klausel“ erlaubt ETF-bezogene Vermögenswerte wie XRP, Solana, Litecoin, Hedera, Dogecoin und Chainlink, die unter die lockerere CFTC-Regulierung fallen, was die Compliance erheblich erleichtert.
Neue Projekte mit Frist: Neue Projekte können während ihrer Dezentralisierung jährlich bis zu 75 Millionen US-Dollar sammeln, ohne vollständig bei der SEC registriert zu sein, was die heimische Venture-Capital-Förderung anregt.
Klare Regulierung für Verwahrung: Die Standards für die Registrierung und Verwahrung von Krypto-Intermediären werden präzisiert, sodass Institutionen wie der Bank of New York Mellon und State Street direkt digitale Vermögenswerte verwahren können.
Druck auf Stablecoins und aufkommende tokenisierte Einlagen: Das Gesetz könnte Stablecoins neu definieren als digitale Bargeldinstrumente, was die Aufmerksamkeit auf tokenisierte Einlagen oder Offshore-Ertragsalternativen wie Ethena’s USDe lenkt.
Weitere Katalysatoren: Klare Wege für die Dezentralisierung von Token zu Waren, Rahmenwerke für die Tokenisierung traditioneller Vermögenswerte, Schutzmaßnahmen für Entwickler bei Offenlegungspflichten sowie Steuerbefreiungen für kleine tägliche Krypto-Zahlungen und klare Regelungen für Staking-Steuern.
JPMorgan-Analysten glauben, dass das Repräsentantenhaus das Gesetz vorangetrieben hat und das Weiße Haus aktiv die Verhandlungen zwischen Branche und Banken moderiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Gesetz vor oder um die Jahresmitte verabschiedet wird, ist hoch. Nach Verabschiedung wird es voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2026 als positiver Katalysator wirken.
Die zwei wichtigsten Hindernisse sind das Ertragsproblem bei Stablecoins (Banken befürchten Abflüsse) und Interessenkonflikte (Demokraten wollen hochrangige Beamte bei Krypto-Finanzaktivitäten einschränken). Die Verhandlungen im Weißen Haus sind noch im Gange, ein Kompromiss ist möglich.
JPMorgan-Analysten haben dieses Monat ihr langfristiges Kursziel für Bitcoin bei 266.000 US-Dollar bestätigt. Dieses Ziel basiert auf einer Vergleichsmethode, die die Schwankungen des Goldpreises berücksichtigt. Zum Zeitpunkt des Berichts liegt Bitcoin bei etwa 65.425 US-Dollar, mit einem Rückgang von über 2 % in 24 Stunden.
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