
Am 28. Februar startete Israel unter US-Unterstützung eine groß angelegte Militäroperation mit dem Codenamen „Operation Epic Fury“ gegen den Iran. Ziel waren hochrangige iranische Militärführer, Nuklearanlagen und Kommandozentralen. Daraufhin reagierte der Iran mit Raketenangriffen auf israelisches Gebiet und US-Militärbasen im Nahen Osten. Die ETH-Long-Position des taiwanesisch-amerikanischen Künstlers Huang Licheng (Maji Dage) mit 25-fachem Hebel wurde teilweise liquidiert, sein Wallet-Guthaben schrumpfte auf etwa 9.000 USD.
Die geopolitischen Spannungen am 28. Februar hatten eine breite und schnelle Auswirkung auf den Kryptowährungsmarkt. Laut On-Chain-Daten von Lookonchain sind die Verluste der wichtigsten Krypto-Assets an diesem Tag wie folgt:
Bitcoin (BTC): Tagesverlust von über 4,2 %, Unterschreiten der 64.000 USD-Marke, Tiefststand bei 63.200 USD, anschließend Erholung auf etwa 66.500 USD
Ethereum (ETH): Rückgang um mehr als 4,6 %, Unterschreiten von 1.844 USD, danach Erholung
Solana (SOL): Rückgang um 5,6 %, Tief bei 77,63 USD, anschließend Erholung
Lookonchain analysiert, dass die starke Volatilität bei Ethereum der zentrale Treiber für die Liquidationen der großen Long-Holder ist. In einem hochgehebelten Umfeld reicht eine Preisbewegung von weniger als 5 %, um die Margin-Call-Mechanismen bei Hebeln von über 20-fach auszulösen.

(Quelle: Hyperbot)
Laut On-Chain-Daten hat Huang Licheng am 24. Februar 245.000 USD (ca. 7,69 Mio. TWD) auf sein Konto eingezahlt und eine 25-fache Long-Position bei Ethereum gehalten. Weniger als vier Tage später, am 28. Februar, führte die Nachricht vom Nahost-Militärkonflikt zu einem plötzlichen Markteinbruch. Sein Konto wurde aufgrund unzureichender Margin zwangsliquidiert, das Guthaben sank auf 13.580 USD (ca. 426.000 TWD).

(Quelle: Hyperbot)
Im März setzte sich der Abwärtstrend fort, und Huang Lichengs verbleibende ETH-Long-Positionen wurden erneut teilweise reduziert. Laut der neuesten Überwachung von Onchain Lens am 2. März ist sein Wallet-Guthaben weiter auf etwa 9.000 USD gefallen.
Von den ursprünglichen 245.000 USD am 24. Februar bis zu den etwa 9.000 USD am 2. März – innerhalb von weniger als acht Tagen sind über 96 % seines Kapitals verloren gegangen.
Dieses Ereignis unterstreicht erneut die systemischen Risiken beim Halten hochgehebelter Krypto-Positionen in Zeiten hoher geopolitischer Unsicherheit. Der Kryptomarkt reagiert auf Black-Swan-Ereignisse äußerst schnell und lässt oft keine ausreichende Reaktionszeit für Leverage-Investoren.
Huang Licheng ist nicht der einzige Betroffene. Geopolitische Konflikte, Änderungen bei makroökonomischen Zinsprognosen oder das Durchbrechen wichtiger technischer Unterstützungen können in kurzer Zeit Kettenreaktionen auslösen, die hochgehebelte Positionen nahezu unvermeidlich zwangsliquidieren. Dieses Beispiel hat auch eine breite Diskussion in der Community über das Risikomanagement im Kryptomarkt angestoßen. Beobachter betonen, dass in einer unsicheren Marktstimmung das Timing für das Erhöhen von Hebeln besonders entscheidend ist.
Huang Licheng ist ein taiwanesisch-amerikanischer Künstler, Mitglied der L.A. Boyz, und in Taiwans Unterhaltungsbranche sehr bekannt. In den letzten Jahren hat er sich aktiv im Bereich Kryptowährungen und NFTs engagiert und gilt als prominenter „Promi-Investor“ in der chinesischsprachigen Krypto-Community. Seine On-Chain-Transaktionen werden regelmäßig von Monitoring-Plattformen verfolgt und öffentlich berichtet.
Bei einem Hebel von 25-fach bedeutet ein Preisrückgang von 1 %, dass die Position um 25 % im Wert sinkt. Bei einem Rückgang von etwa 4 % bei Ethereum kann die Margin-Reserve um mehr als 100 % geschmälert werden, was die Zwangsliquidation durch die Börse auslöst. Der Tagesverlust von über 4,6 % bei Ethereum machte eine Liquidation für die 25-fache Long-Position nahezu unvermeidlich.
Wichtige Risikomanagement-Strategien umfassen: drastische Reduktion des Hebels (empfohlen unter 5-fach), Setzen realistischer Stop-Loss-Levels vor dem Einstieg, Beobachtung globaler geopolitischer Risikokalender und Vermeidung hoher Positionen in Zeiten hoher Unsicherheit. Institutionelle Investoren nutzen oft Hedging-Strategien, um das Risiko systemischer Liquidationen bei extremen Kursschwankungen einzelner Assets zu verringern.
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