Warren zielt auf Trump-verbundenen Krypto-Bank-Deal ab

  • Warren fordert die Aufsichtsbehörden auf, die Trump-verbundene Krypto-Bank zu blockieren, da nicht offengelegte ausländische Eigentumsverhältnisse und Interessenkonflikte bestehen.

  • Gesetzgeber fordern vollständige Offenlegung von Anteilseignern mit mehr als 10% WLF, während die OCC die nationale Trust-Bank-Lizenz prüft.

  • Spannungen bei der Krypto-Aufsicht steigen, da Warren die Behörden warnt, Trumps Bankantrag nicht zu genehmigen.

Senatorin Elizabeth Warren hat am Donnerstag die Prüfung von Präsident Donald Trumps Krypto-Unternehmen verschärft. Sie forderte die US-Aufsichtsbehörden in Washington auf, die Banklizenz von World Liberty Financial zu blockieren. Warren argumentierte, dass das von der Trump-Familie geführte Unternehmen die regulatorische Integrität und das öffentliche Vertrauen gefährde.

Bei einer Anhörung des Senatsausschusses für Banken drängte sie den Comptroller of the Currency, Jonathan Gould, auf Transparenz. Außerdem warnte sie, dass eine Genehmigung die Aufsichtsbehörden in das, was sie als historischen Korruptionsskandal bezeichnete, verwickeln könnte.

Warren stellte den Streit um den Antrag von World Liberty Financial auf eine nationale Trust-Bank-Lizenz in den Mittelpunkt. Das Unternehmen reichte den Antrag im Januar beim Office of the Comptroller of the Currency ein.

Diese Lizenz würde digitale Vermögenswerte verwahren und Stablecoin-Konvertierungsdienste ermöglichen. Allerdings wären traditionelle Einlagengeschäfte nicht erlaubt. Daher dreht sich die Debatte um Offenlegungsstandards und potenzielle Interessenkonflikte.

Lizenzkampf verschärft sich

Warren hielt nicht zurück. Sie erklärte: „Das Krypto-Unternehmen von Präsident Trump ist der skandalöseste Wahlbetrugsskandal in der Geschichte.“ Außerdem bestand sie darauf, dass die Behörden Eigentumsverhältnisse vor einer Genehmigung offenlegen. „Jeder, der 10 % oder mehr an World Liberty Financial besitzt, muss offengelegt werden, sonst wird der Antrag abgelehnt.“

Sie erinnerte Gould daran, dass die OCC-Regeln verlangen, dass Antragsteller Anteilseigner mit mindestens 10 % Beteiligung melden. Zudem müssten diese Anteilseigner detaillierte biografische und finanzielle Berichte einreichen.

Warren verwies auf einen angeblich 49 % Anteil, der vor Trumps Amtseinführung von einer Vereinigten Arabischen Emirate-Entität erworben wurde. Sie fragte, ob dieser ausländische Besitz im Antrag offengelegt wurde. Gould lehnte es ab, Einzelheiten zu kommentieren, versprach jedoch, den etablierten Verfahren zu folgen.

Druck auf Offenlegung und Aufsicht

Warren ging weiter. Sie forderte den unredigierten Antrag auf die Prüfung durch sie und den Ausschussvorsitzenden Sen. Tim Scott. Gould antwortete vorsichtig: „Das Einzige, worauf ich mich festlege, ist die Befolgung unserer etablierten Verfahren.“ Außerdem verwies er auf das 131-seitige Lizenzhandbuch der OCC.

Warren konterte scharf: „Ich weiß nicht, ob jemals jemand danach gefragt hat, weil ich denke, dass noch kein Präsident einen laufenden Bankantrag hatte.“ Der Konflikt unterstreicht somit die zunehmenden politischen Spannungen im Bereich der Krypto-Regulierung.

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