Bloomberg-Analysten nach der Analyse der 13F-Meldungen im vierten Quartal 2025 zeigen, dass große institutionelle Investoren, die bei der US-Börsenaufsicht SEC gemeldet sind, im genannten Quartal insgesamt etwa 25.000 BTC-ETFs, was einem Risikoexposure von fast 1,6 Milliarden US-Dollar entspricht, reduziert haben. Die Daten offenbaren, dass die Hauptverkäufer hauptsächlich aus Anlageberatern und Hedgefonds bestehen, während Holdinggesellschaften und staatliche Akteure in diesem Zeitraum ihre Positionen gegen den Trend erhöhten.

(Quelle: Bloomberg Intelligence)
13F-Meldungen sind eine verpflichtende quartalsweise Offenlegungspflicht der US-SEC für institutionelle Investoren mit verwaltetem Vermögen über 100 Millionen US-Dollar. Die Daten spiegeln die tatsächlichen Positionen zum Ende eines jeden Quartals wider. Wenn die 13F-Positionen eines Instituts im Bitcoin-ETF reduziert werden, bedeutet dies, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt im vergangenen Quartal verkauft haben, nicht zwangsläufig, dass sie direkt auf dem Markt Bitcoin verkauft haben.
Anlageberater: ca. -21.831 BTC, größte Reduktion aller Kategorien
Hedgefonds-Manager: ca. -7.694 BTC
Maklerfirmen und Banken: ebenfalls Reduktionen, genaue Zahlen stehen noch aus
Diese drei Kategorien tragen den Großteil der Gesamt-Reduktion bei und erklären, warum der Markt trotz kurzfristiger Erholungen bei Bitcoin weiterhin Druck erfährt – das institutionelle Reduzieren auf hohem Niveau stellt eine strukturelle Verkaufsquelle dar.
Nicht alle Institutionen ziehen sich zurück. Die Daten zeigen, dass Holdinggesellschaften und staatliche Akteure im vierten Quartal 2025 ihre Bitcoin-ETF-Positionen netto erhöht haben, was eine Gegenkraft zum Markt darstellt.
Dieses Phänomen verdeutlicht eine wichtige Logik: Die Absicht hinter den Bitcoin-ETF-Holdings variiert je nach Art der Institution. Anlageberater und Hedgefonds nutzen Bitcoin-ETFs häufiger für kurzfristige Trades, Absicherungen oder Arbitrage-Strategien, wobei ihre Positionen stark auf Marktstimmungen reagieren. Im Gegensatz dazu könnten die Zukäufe von Holdinggesellschaften und staatlichen Akteuren auf eine strategischere, langfristige Asset-Allokation hindeuten, die nicht auf kurzfristige Marktentwicklungen spekuliert.

(Quelle: SoSoValue)
Daten von SoSoValue zeigen, dass im Februar 2026 mehrere Tage mit signifikanten Abflüssen bei Bitcoin-ETFs vorlagen, was die insgesamt rückläufige Tendenz der institutionellen Positionen bestätigt. Die anhaltenden Abflusstage deuten darauf hin, dass die Käuferschaft im ETF-Markt noch keine nachhaltige Rückkehr zeigt.
Aus der aktuellen Beobachtungsperspektive ist, wenn die täglichen Kapitalflüsse in ETFs mehrere Tage in Folge nicht ins Positive drehen und stabil bleiben, die Phase für Bitcoin eher eine „fragile Erholung“ als eine bestätigte Trendwende. Der strukturelle Druck durch institutionelle Reduktionen erfordert neue Käufe, um eine positive Kapitalflussdynamik wiederherzustellen.
Nicht unbedingt. Die 13F-Meldung zeigt nur die Veränderungen der ETF-Positionen der Institutionen. Eine Reduktion der ETF-Anteile bedeutet, dass die Institutionen ETF verkauft haben, nicht zwangsläufig, dass sie direkt im Spotmarkt Bitcoin verkauft haben. Der Handel mit ETFs erfolgt über den Sekundärmarkt. Nur bei großen Rücknahmen, die den ETF-Emittenten zur physischen Lieferung zwingen, kann es zu einer direkten Auswirkung auf das Bitcoin-Angebot kommen.
Weil Anlageberater und Hedgefonds Bitcoin-ETFs meist als kurzfristiges Handelsinstrument, für Hedging oder Arbitrage nutzen, nicht primär als langfristige Wertanlage. Ihre Positionen sind daher stark sensitiv gegenüber Marktstimmungen. Im Gegensatz dazu verfolgen langfristige Investoren wie Pensionsfonds oder Staatsfonds eher eine strategische Asset-Allokation, die weniger auf kurzfristige Marktbewegungen reagiert.
Das verstärkte Halten durch staatliche Akteure deutet auf eine strategische Asset-Allocation hin, mit längeren Halteperioden. Es kann als langfristige Anerkennung von Bitcoin als Reserve-Asset gewertet werden. Allerdings ist das Volumen dieser Käufe im Vergleich zum Gesamtmarkt noch begrenzt und reicht derzeit nicht aus, um die Verkaufswellen der Anlageberater und Hedgefonds auszugleichen.
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