Digitale Vermögenswerte-Investmentprodukte setzten letzte Woche ihre beunruhigende Serie fort und verzeichneten den vierten aufeinanderfolgenden Woche mit Nettomissionen, da Investoren 173 Millionen US-Dollar aus Fonds abzogen, was den Vier-Wochen-Gesamtbetrag auf etwa 3,74 Milliarden US-Dollar steigen ließ. Die Flows der Woche waren schwankend. Anfangs gab es vielversprechende Zuflüsse von 575 Millionen US-Dollar, die später jedoch in 853 Millionen US-Dollar an Abflüssen mündeten, wobei nach den schwächer als erwarteten US-Inflationsdaten am Freitag eine moderate Erholung um 105 Millionen US-Dollar erfolgte. Auch das Handelsvolumen ging deutlich zurück, wobei die Volumina der ETPs auf etwa 27 Milliarden US-Dollar sanken, verglichen mit den beeindruckenden 63 Milliarden US-Dollar der Vorwoche.
Makroökonomische Schlagzeilen erklären teilweise die Stimmung. Die US-Verbraucherpreise lagen Mitte Februar niedriger als viele Prognosen, was neue Spekulationen über eine mögliche Lockerung der Geldpolitik durch die Federal Reserve im späteren Jahresverlauf anheizte und kurzfristig die Risikobereitschaft für Vermögenswerte insgesamt steigerte. Diese Erleichterung erwies sich jedoch als fragil, da Investoren das langfristige Bild für Zinsen und Flows abwogen.
Regionally spiegelten die Flows eine Studie in Divergenz wider. US-Investoren waren Nettverkäufer und zogen etwa 403 Millionen US-Dollar ab, während ausländische Käufer insgesamt 230 Millionen US-Dollar zuführten, insbesondere Deutschland (≈115 Mio. US-Dollar), Kanada (≈46,3 Mio. US-Dollar) und die Schweiz (≈36,8 Mio. US-Dollar). Diese Aufteilung deutet darauf hin, dass lokale Regulierung, Steuerplanung und die Zusammensetzung der Investoren weiterhin beeinflussen, wo Institutionen Kapital parken.
Bitcoin vs Altcoins
Auf Asset-Ebene trugen Bitcoin die Hauptlast der Abflüsse, wobei in der Woche etwa 133 Millionen US-Dollar aus Bitcoin-Investmentprodukten abgezogen wurden. Die Marktreaktion war uneinheitlich. Bitcoin wurde am Montag bei etwa 60.000 US-Dollar gehandelt, blieb jedoch unter der 70.000-US-Dollar-Grenze, die in den letzten Sitzungen das Momentum eingeschränkt hatte. Dieses Muster wurde durch eine Verlangsamung der ETF-Zuflüsse verschärft, die zuvor den Aufschwung befeuert hatten.
Ethereum verzeichnete ebenfalls bedeutende Abflüsse (etwa 85,1 Mio. US-Dollar), und der Preis hielt sich im Bereich von 1.900 bis 2.000 US-Dollar, während Händler sowohl makroökonomische Daten als auch projektspezifische Flows verarbeiteten. Nicht alle Token wurden verkauft. XRP und Solana zogen weiterhin frisches Kapital an, wobei sie letzte Woche etwa 33,4 Mio. US-Dollar bzw. 31 Mio. US-Dollar erhielten. Dies erinnert daran, dass Investoren weiterhin selektiv sind und bestimmte Altcoins mit spezifischen Narrativen oder kürzlichen On-Chain-Momentum bevorzugen. XRP wurde in der Nähe von 1,50 US-Dollar gehandelt, und Solana wurde im mittleren 80er-Bereich gehandelt, was eine relative Widerstandsfähigkeit gegenüber dem breiteren Rückgang zeigt.
Ein interessanter Hinweis aus den Flows ist, dass auch Short-Bitcoin-Produkte in den letzten zwei Wochen Abflüsse verzeichneten, ein Muster, das Marktstrategen manchmal in der Nähe von Tiefpunkten beobachten, wenn bärische Positionierungen reduziert werden. Ob dies einen nachhaltigen Tiefpunkt signalisiert oder nur eine technische Pause ist, hängt davon ab, wie makroökonomische Überraschungen, insbesondere Inflation und Beschäftigungsdaten, in den kommenden Wochen ausfallen. Für den Moment ist die Geschichte klar: Institutionelles Kapital rotiert eher, als dass es zurückströmt, und Nachfrage in bestimmten Altcoin-Segmenten verhindert, dass der Markt insgesamt in eine einheitlich schlechte Lage gerät.
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