Nichtregierungsorganisation Motiv Peru verwurzelt sich in Peru und verbindet humanitäre Hilfe mit Bitcoin-Finanzierung. Dabei gelingt es, in armen Gemeinden ohne Bankzugang eine Bitcoin-Kreislaufwirtschaft aufzubauen, die den täglichen Zahlungsbedarf und lokale Transaktionen abdeckt.
Peru begann im Jahr 2011 mit dem Kauf von Alpaka-Wollsocken mit Bitcoin.
Die faszinierende Verbindung zwischen Peru und Bitcoin lässt sich bis in die Anfangszeit der Kryptowährungen zurückverfolgen. Bereits vor 2011 akzeptierten Händler in Peru Bitcoin, um Alpaka-Wollsocken zu exportieren, die in den USA verkauft wurden. Dies hat eine ähnliche symbolische Bedeutung wie die berühmte „Pizza-Transaktion“ in der Bitcoin-Geschichte. Bis 2025 hat sich Peru unter dem Einfluss regionaler Wirtschaftstrends zu einem der wichtigsten Zentren für die Verbreitung von Kryptowährungen weltweit entwickelt. Laut Chainalysis-Daten wächst das Handelsvolumen in Lateinamerika deutlich, angetrieben durch Remiten, Inflationsschutz und die Verbreitung von Smartphone-Wallets. Das jährliche Kryptowährungshandelsvolumen in Peru hat bereits etwa 28 Milliarden US-Dollar erreicht. Dieses Marktumfeld bietet fruchtbaren Boden für lokale Organisationen, um dezentrale Finanzinstrumente zu fördern, sodass Bitcoin sich zunehmend als funktionierende Währung im Alltag etabliert.
Aufbau eines Bitcoin-Finanzsystems aus humanitärer Hilfe
Motiv Peru entstand aus einer Wohltätigkeitsaktion im Jahr 2019. Gründer Rich Swisher und Valentin Popescu bauten in den Hochlanddörfern von Cusco einen Spielplatz und initiierten das Projekt Happy Steps, das warme Kleidung und Schuhe bereitstellen sollte. Doch bald erkannten sie, dass kurzfristige Spenden die tief verwurzelten Armutsthemen nicht lösen konnten. Als ein wichtiger Spender forderte, alle Hilfsgelder in Bitcoin zu zahlen, begann Motiv Peru, die Möglichkeiten digitaler Währungen zu erforschen. Sie gingen über die reine Materialhilfe hinaus und brachten lokalen Schuhmachern und kleinen Händlern, die durch die Pandemie in Schwierigkeiten geraten waren, Bitcoin bei. So wandelte sich die Einbahnstraßen-Hilfe in eine zweiseitige wirtschaftliche Beteiligung um, und es entstand ein Bitcoin-Finanzsystem, das „Bankdienstleistungen für Menschen ohne Bankkonto“ bietet.
In der Anfangsphase stießen die Teams auf Skepsis gegenüber Krypto-Betrug und technologische Ablehnung. Um diese Barrieren zu überwinden, verfolgte Motiv Peru einen pragmatischen Bildungsansatz. Statt komplexe Kryptographie oder libertäre Parolen zu propagieren, positionierten sie Bitcoin als ein einfaches, niedrigschwelliges Zahlungsmittel. Valentin und sein Team schulten Händler darin, wie sie digitale Wallets entsprechend ihrer Bedürfnisse nutzen können. Durch die Lösung konkreter Probleme bei Lebensmitteln und Gütern schufen sie Vertrauen. Diese Strategie half, negative Eindrücke durch Marktschwankungen zu vermeiden, und ließ Bitcoin wieder als Tauschmittel in den Vordergrund treten. Mit zunehmender Zahl an teilnehmenden Händlern begann die lokale Wirtschaft, diese Logik eigenständig zu übernehmen, was zu einem selbsttragenden Kreislauf führte.
Nach einigen Jahren hat sich Motiv Peru zu einem gut funktionierenden Unternehmen entwickelt. Mit der Akzeptanz von Bitcoin als Zahlungsmittel durch Händler wächst auch das Interesse an der Technologie. Daraufhin organisierte Motiv Peru in den großen Städten Perus Bildungsprogramme zur Verbreitung von Bitcoin-Wissen. Es wurden verschiedene Kurse entwickelt, um die Fragen von Händlern und Nutzern systematisch zu beantworten.
Heute vermittelt Motiv Peru in verschiedenen Regionen Perus Bitcoin-Wissen an 750 Familien. Durch Veranstaltungen wie das „Bitcoin-Cup“-Fußballturnier, Weihnachtsfeiern und Märkte erreichte Motiv Peru bis 2025 über 6.000 Menschen aller Altersgruppen und verzeichnete etwa 25.000 bis 30.000 Bitcoin-Transaktionen.
Der Artikel „Motiv Peru schafft erfolgreich eine Bitcoin-Kreislaufwirtschaft in armen Gemeinden Perus“ erschien zuerst bei Chain News ABMedia.
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